Göppingen Titanic-Rummel lässt viele Göppinger kalt

An Ostern ist das Fernsehprogramm auf die Kinder abgestimmt, sagt Rainer Autenrieth.
An Ostern ist das Fernsehprogramm auf die Kinder abgestimmt, sagt Rainer Autenrieth.
LARISSA RUPP 07.04.2012
Eine Neuverfilmung, viele Dokumentationen und ein Kinofilm in neuer Technik: Die "Titanic" ist vor dem 100. Jahrestag ihres Untergangs in aller Munde. Doch interessiert die Göppinger das Thema überhaupt noch?

"Mich hat das mit der Klassentrennung fasziniert", meint Rainer Autenrieth über den Titanic-Film von James Cameron. Er hat ihn 1998, da lief er das erste Mal im Kino, mit seiner Frau gesehen. Die Dokumentationen und die Neuverfilmung über den legendären Ozeanriesen werden sie sich aber nicht ansehen. "Wir haben das alles schon gesehen, als der Film raus kam," erklärt der 41-Jährige. Außerdem sei an Ostern das Fernsehprogramm auf die Kinder abgestimmt, sagt der Schlater lachend.

Jan-Philipp Klein war vor 14 Jahren ebenfalls im Titanic-Film im Kino, erneut will er ihn aber nicht auf der Leinwand sehen - auch nicht in 3D. "Der kam schon so oft im Fernsehen", meint der 26-Jährige dazu. Der Film habe ihm aber gut gefallen. "Es ist ein historischer Film, aber natürlich auch mit den üblichen Hollywood-Effekten", so der Student. Die Thematik des untergegangenen Schiffes interessiert ihn auf jeden Fall, wenn er Zeit dazu hat, wird er sich auch die Dokumentationen im Fernsehen anschauen.

"Die Dokumentationen über die Titanic interessieren mich schon", meint Christin Baar. Trotzdem werde sie sie jetzt nicht über die Feiertage anschauen. Der Film sei typisch Hollywood-Style, meint die Altenpflegerin. "Im Kino war ich damals nicht, ich habe ihn mir zu Hause im Fernsehen angeschaut", erzählt die 34- Jährige. "Ich fand ihn kitschig."

Auch Bruno Beinhauer hat den Titanic-Film im Fernsehen gesehen. "Mir hat gefallen, dass der Pianist bis zum Ende gespielt hat", meint der Rentner. Auch die Liebesgeschichte hat ihm zugesagt. "Romanzen sind immer gut", meint der Göppinger schmunzelnd. Über Ostern schaut der 74-Jährige sich keine Dokumentationen über das Thema an. "Über die Feiertage macht man Besuche. Wenn es wann anders kommen würde, würde ich es mir schon ansehen", meint er.

Den Film von James Cameron fand Sabine Fausel okay. "Die Dramatik war am Besten", sagt die 50-Jährige. Ins Kino wird sie nicht gehen. "In 3D kommt er bestimmt besser rüber", glaubt die Jebenhäuserin. Trotzdem sei es nicht nötig, ihn ein zweites Mal anzusehen.