"Den Tieren hat die Hitze zwar nicht besonders zugesetzt. Viele kommen ja aus Ländern, wo es immer so warm ist. Die haben das heiße Klima genossen", erklärt der Leiter des kleinen Göppinger Tierparks.

Auch auf die Besucherzahlen habe sich die Hitze in den vergangenen Wochen ausgewirkt. "Ab 30 Grad Celsius aufwärts gehen die Leute ins Schwimmbad und nicht in den Tierpark", berichtet Eger. Nun seien seine Mitarbeiter und er froh angesichts der angenehmeren Temperaturen, zumal die Sommerferien die Hauptgeschäftszeit für den Tierpark ist. "Trockenes Wetter bis 25 Grad ist für uns ideal", sagt der Tierparkleiter.

Während der heißen Tage mussten die australischen Laufvögel, die Emus, regelmäßig abgespritzt werden. Und die Affen haben eine zusätzliche Portion frischer Laubäste bekommen, damit sie über die Blätter und die Rinde zusätzliches Wasser aufnehmen konnten. Außerdem gab es Eisbomben, gefrorenes Wasser mit Früchten drin, für einige der Tiere. "Das ist zum einen eine kleine Abkühlung und zum anderen auch Beschäftigung für unsere Tiere", erklärt Tierpark-Chef Heiko Eger den Sinn der Eisbomben. Die Paviane haben auch öfters einen zusätzlichen Mittagsschlaf bei der Hitze eingelegt.

Der tierische Star im Göppinger Tierpark ist aber nach wie vor die im Mai geborene kleine Dromedarstute Sohara, die sich zusammen mit ihrem Halbbruder Sultan und Mama Suleika ein Gehege teilt. Doch auch Sohara hat vor kurzem ein wenig Konkurrenz bekommen. Zwei kleine Stachelschwein-Babys erblickten vor fünf Wochen das Licht der Welt im Göppinger Tierpark. Sie dürfen zwar schon mit ihren Eltern auf die Außenanlage, verstecken sich aber derzeit noch meist im Innengehege und können so nur selten von Besucher beobachtet werden.

Und noch eine Neuerung gibt es im kleinen Tierpark. Seit Beginn der Sommerferien gibt es dort eine kleine Eisenbahn, auf der die Kinder gegen einen Obolus von einem Euro einige Runden drehen können. "Wir testen momentan aus, wie die Bimmel-Bahn bei den Besuchern ankommt", sagt der Tierpark-Vereinsvorsitzende Heiko Eger.