„Wir sind ein globales Technologie-Unternehmen mit deutschen Wurzeln“, sagte Teamviewer-Chef Oliver Steil bei der Hauptversammlung am Freitag, die virtuell aus Göppingen in alle Welt übertragen wurde. Wegen Corona war eine persönliche Teilnahme für die Aktionäre nicht möglich.
Steil blickte bei der Hauptversammlung auf ein erfolgreiches und prägendes Geschäftsjahr zurück, nachdem am 25. September mit 300 Teamviewer-Mitarbeitern der Börsengang auf dem Frankfurter Parkett gefeiert wurde, und sich der Aktienkurs seitdem fast verdoppelt hat. Laut Steil war es 2019/2020 der größte Börsengang Europas sowie das größte Tech-IPO seit dem Platzen des Neuen Markts im Jahr 2000.

Teamviewer setzt auf Internet der Dinge

Nur wenige Wochen später folgte im Herbst die Aufnahme in den MDax und den TecDax. Mittlerweile ist Teamviewer rund 9 Milliarden Euro wert und könnte mittelfristig sogar im Dax landen, wenn sich der Streubesitz weiter vergrößert. Eine Dividende konnte bei der Hauptversammlung allerdings noch nicht ausgezahlt werden, da die Einnahmen für das weitere Wachstum sowie den Abbau von Schulden verwendet werden müssen.

Schulden von Teamviewer stark gesunken

Auch hier scheint Teamviewer jedoch auf einem guten Weg: Seit Ende 2017 konnte unter Regie von CEO Steil und Finanzchef Stefan Gaiser der Nettoverschuldungsgrad (Net Debt/Ebitda) laut „Finance Magazin“ vom 7- bis 8-fachen auf den Faktor 2,4x gesenkt werden. Als Schwelle, unter der sogar die „schwäbische Hausfrau“ völlig beruhigt schlafen kann, gilt in Finanzkreisen oftmals ein Wert um die 2.
Laut Oliver Steil hat Teamviewer auch deswegen gute Zukunftschanchen, weil es nicht nur um Videokonferenzen in Corona-Zeiten geht, sondern vor allem auch um die Fernwartung von Computern und Maschinen - Stichwort „Internet der Dinge (Internet of Things, IoT)“.