Während die meisten Wirtschaftsbereiche mit existenziellen Sorgen in die Rezession geschlittert sind, dürfen sich Teamviewer-Investoren über einen Geldregen freuen, nachdem die Aktie durch den Trend zum Home Office in Corona-Zeiten unerwartet stark gestiegen ist.
Finanzinvestor Permira hat am Donnerstag Teamviewer-Papiere für über eine Milliarde Euro verkauft. 25 Millionen Aktien wurden zum Preis von 41 Euro am Markt platziert. Der Anteil sinkt somit von 51,5 Prozent auf 39 Prozent. Dadurch sank der Kurs zunächst um etwa 9 Prozent von 45 auf 41 Euro, konnte sich dann jedoch auf 42 Euro erholen. Insgesamt ist Teamviewer etwa 8 Milliarden Euro wert und damit mehr als die Lufthansa oder MTU.
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Göppingen

Teamviewer-Wert seit 2014 fast verzehnfacht

Permira hatte Teamviewer erst 2014 für rund 870 Millionen Euro gekauft und dann im Herbst 2019 an die Börse gebracht. Beim größten deutschen Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende konnte der Investor 2,2 Milliarden Euro erlösen. Anfang März 2020 nahm Permira dann mit der Platzierung von 22 Millionen Aktien rund 700 Millionen Euro ein - jetzt kommt eine weitere Milliarde dazu.

Teamviewer-Chef Oliver Steil ist bestbezahlter CEO Deutschlands

Teamviewer ist einer der wenigen Gewinner der Corona-Krise. Das Unternehmen profitiert von einer hohen Nachfrage nach Fernwartungs- und Homeoffice-Software. Zu den größten Nutznießern gehören auch CEO Oliver Steil und sein Finanzchef Stefan Gaiser. Über Aktien-Optionen kommt Steil laut Geschäftsbericht auf eine Jahresvergütung von 41,3 Millionen Euro und ist damit der bestbezahlte Vorstandschef Deutschlands. Der Bonus von Gaiser ist ebenfalls nicht zu verachten: Er liegt knapp über 20 Millionen Euro. (Text mit Agenturmaterial)