Göppingen Tausende flanieren durch die Göppinger Innenstadt

SABINE HEISS 02.04.2012
Strahlender Sonnenschein zog tausende Passanten zum verkaufsoffenen Sonntag in die Göppinger Innenstadt. Für genügend Unterhaltung war gesorgt - doch der Verkauf hielt sich in Grenzen.

Das Wetter war wie geschaffen für einen gemütlichen Bummel durch die Göppinger Innenstadt. Der verkaufsoffene Sonntag als Höhepunkt des Göppinger Frühlings lockte die Besucher in Scharen ins Zentrum rund um den Marktplatz.

Schon zur Mittagszeit flanierten rüstige Rentner und junge Familien durch die Straßen. Mit einem Eis in der Hand winkten Eltern ihren Kindern im Karussell zu oder beobachteten sie beim Hüpfen im aufblasbaren Rettungswagen der Johanniter-Jugend. Ein paar Meter weiter wurden die Passanten zum körperlichen Einsatz für wohltätige Zwecke eingeladen. Für alle, die zu Fuß auf dem Laufband versuchten, 200 Meter abzuschätzen, spendete die DAK fünf Euro für die Deutsche Stiftung für Organspende. Für die besten Läufer gab es am Abend noch Preise, verriet Michael Brüderlin, der mit seinem Reha-Zentrum an der Aktion beteiligt ist. Alle, die bei dabei Lust auf mehr bekommen haben, konnten sich nebenan für Probetage in einem Fitnessstudio anmelden.

Wer nach dieser sportlichen Einlage Hunger bekam, musste nicht lange suchen. Auf dem Marktplatz gab es an zahlreichen Ständen allerlei Köstlichkeiten - von der Zuckerwatte über türkische Spezialitäten, Donuts bis zu ungarischen Baumstriezeln wurde einiges angeboten.

Für die Unterhaltung der Kinder sorgten die Fahrgeschäfte auf dem Marktplatz, aber auch das Kinderschminken. Die Kleinen scharten sich um den Biertisch, um sich das Gesicht bunt bemalen zu lassen.

Doch auch der Göppinger Einzelhandel hat sich etwas einfallen lassen, um die Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Eine Bäckerei lockte mit einer Brotprobe vor dem Geschäft und verschenkte Gutscheine für ein Viertelbrot nach Wahl. Andere Geschäfte boten Sonderangebote zum verkaufsoffenen Sonntag an. Für Schmunzeln sorgte ein auf der Hauptstraße aufgestelltes Doppelbett. "Da kann man sich dann vom Shoppen erholen", bemerkte eine junge Frau im vorübergehen.

Das grandiose Wetter zog die Leute zwar in die Innenstadt - jedoch nicht in die Geschäfte. Viel gekauft wurde nicht, hauptsächlich wurde gebummelt und die Sonne genossen. Das Geschehen konzentrierte sich auf den Marktplatz und verlief sich rasch in den angrenzenden Straßen. In den Seitenstraßen wie der Lange- oder Kellereistraße war die Beteiligung des Einzelhandels gering und damit auch das Interesse der Passanten. War auf dem Marktplatz kaum ein Durchkommen mehr, war es auf dem Schillerplatz wie ausgestorben. Die Geschäfte waren geschlossen und so sorgten nur die Gastronomiebetriebe, wo die Plätze an der Sonne heiß begehrt waren, für ein wenig Leben.