Seit zwölf Jahren bereits garantiert das Kultur-Netzwerk-Projekt des Salacher Sozial- und Theaterpädagogen Thomas Faupel, das sogenannte „Theater für ein Jahr“, ideenreiches Schauspiel im und für den Landkreis. „Das Schiff Pyjamahose“ etwa entwickelte Faupel mit 13 Schülern der Grundschule Ottenbach.

Immer montags trafen sich die Kinder der Theater-AG mit Regisseur Thomas Faupel, erst beschäftigten sie sich mit Janosch, erzählten selbst Geschichten, bauten Guckkastenbühnen, probierten Lichteffekte, suchten Kostüme und bastelten Kulissen. Für mache gab es Text zu lernen, andere übten das Lesen, wieder andere Radschlagen und Stricken.

Eines Tages kam Peter Bombardelli mit seinem Schifferklavier dazu und Wilfried Schröder, der dem Herrn Janosch sehr ähnlich sieht. Es wurde viel geprobt bis zum großen Tag der Premiere – vor allem die Schüler und die großen Kindergartenkindern. „Das war toll“, sagen alle, doch das Lampenfieber stieg trotzdem.

Zwei öffentliche Vorstellung – huch! Der Mehrzweckraum füllte sich nach und nach, bis alle 100 Stühle besetzt waren und ein paar kleine Zuschauer sogar auf dem Boden saßen. „Das ganz kleine Schiff taugt nichts, es schwimmt immer kieloben. So wirft das ganz kleine Mädchen das Schiff weg. Aber es wird gefunden, von Pupule und Pomidore, und die bringen alles ganz und gar auf ihre eigene Weise wieder in Ordnung, und die Geschichte findet ein fröhliches und sehr schönes Ende.“

Diese bezaubernde Geschichte brachten Chiara, Jonathan, Leon, Lara, Klara, Julian, Ramona, Leander, Marco, Fabian, Sarah, Tina, Elena mit so viel Spielfreude und Witz auf die ganz außerordentlich schön gestaltete Bühne, dass der Applaus gar nicht mehr aufhören wollte und der Schuldirektor Helmut Kottmann, die Eltern, Tanten, Onkels, Nachbarn, Großeltern, Freunde, Lehrer und sowieso alle völlig begeistert waren. Bei der zweiten Aufführung wurde es genauso wunderbar und das Ensemble war mit sich zufrieden, stolz und ziemlich glücklich.