Göppingen Stubentiger können umziehen

Das neue Heim der Katzen steht bereit. Sie können jetzt umziehen. Der Stress der Einweihungsfeier sollte den Tieren erspart bleiben. Fotos: Inge Czemmel
Das neue Heim der Katzen steht bereit. Sie können jetzt umziehen. Der Stress der Einweihungsfeier sollte den Tieren erspart bleiben. Fotos: Inge Czemmel
Göppingen / INGE CZEMMEL 02.04.2012
Im Göppinger Tierheim Ulrich Schol, das vom Tierschutzverein Göppingen und Umgebung getragen wird, wurde am vergangenen Samstag das neue Katzenhaus feierlich eingeweiht.

Idefix, Adonis, Betty, Daisy und die 52 anderen Stubentiger, die im Göppinger Tierheim wohnen, dürfen sich auf ein neues, kuscheliges Ambiente freuen. Demnächst ziehen sie in das neue Katzenhaus um. Der Stress der Einweihungsfeierlichkeiten sollte den Tieren erspart bleiben. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Eberhard Neubrand, konnte anlässlich der Einweihung Landrat Edgar Wolff, Vertreter von Gemeinden und Kirchen, Politprominenz und nicht zuletzt Sponsoren, Unterstützer, Vereinsmitglieder, Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer des Tierheims begrüßen. Göppingens Oberbürgermeister Guido Till machte deutlich, dass die bisherige Unterbringung der Katzen nicht mehr vertretbar gewesen sei und es gegolten habe, die Kollegen anderer Landkreisgemeinden davon zu überzeugen, den Bau des Katzenhauses zu unterstützen. Die Mauern des in die Jahre gekommenen Gebäudes, in dem die Katzen auf ihr neues Zuhause warten, haben breite Risse, die undichten Stellen im Dach sind mit Plastikplane abgedeckt. Drei Jahre nach der ersten Idee und ein Jahr nach Baubeginn ist es nun fertig - das neue Katzenhaus. Finanziert wurde es jeweils zu einem Drittel vom Land, von den Gemeinden und der Stadt Göppingen und vom Tierschutzverein, der dafür Bausteine verkaufte. Die Namen der Spender sind auf einer Tafel vor dem Katzenhaus vermerkt.

Der neue Gebäudetrakt mit sieben Katzenzimmern, zu denen jeweils ein Freigehege gehört, bietet einen Quarantäneraum, ein Zimmer für den Tierarzt, eine Futterküche und einen Lagerraum. "Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einstellen", zitierte Landrat Edgar Wolff und lobte die vorbildliche Tierschutzkooperation im Landkreis. Die gemeinsame Anstrengung habe den Neubau, der auch ein Beweis für die Leistungsfähigkeit des Tierschutzvereins sei, ermöglicht.

Auch der Vorsitzende des Landestierschutzverbandes, Herbert Lawo, gratulierte zu dem neuen Schmuckstück, obwohl sich Tierschutzvereine eigentlich wünschen würden, dass ein solches Haus nicht gebraucht werde. Architekt Dieter Grimm übergab dem Tierschutzverein statt eines Schlüssels einen prall mit Katzenfutter gefüllten Geschenkkorb. Nach dem Segen, den die evangelische Pfarrerin Eva Knoblauch und der katholische Pfarrer Jürgen Sauter sprachen, wurde gefeiert. Eine Gruppe der Jugendmusikschule sorgte für die musikalische Umrahmung und die Gäste hatten beim Tag der offenen Tür Gelegenheit, das neue Katzenhaus in Augenschein zu nehmen.

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