Kreis Göppingen Strahlentherapie hilft nicht nur bei Krebs

Kreis Göppingen / SWP 24.01.2012

Darauf, dass in Deutschland jährlich über 40 000 Patienten auch im Falle gutartiger Erkrankungen mit gezielter Strahlung geholfen werden kann, weist die Göppinger Klinik am Eichert hin. Bis zu 20 Prozent aller Bestrahlungen betreffen danach vor allem entzündliche Weichteil-, degenerative Gelenk- und Bindegewebserkrankungen. So würden beispielsweise Arthrose, Fersensporn, Tennis-Ellbogen, aber auch gutartige Gefäßgeschwulste mit einer erheblich niedrigeren Strahlendosis therapiert als in der Krebstherapie notwendig. Die Behandlungserfolge seien bemerkenswert. "Die Bestrahlungen sind nahezu frei von akuten Nebenwirkungen und Spätfolgen", erklärt Dr. Ulrike Schreck, Leitende Oberärztin der Klinik für Radioonkologie und Praxis für Strahlentherapie am Eichert. "Mit der Strahlentherapie steht uns an den Kliniken des Landkreises ein hoch wirksames und sicheres Behandlungsverfahren zur Verfügung", so Dr. Schreck. "Strahlentherapie ist eine lokale, nicht invasive, hochpräzise Behandlungsmethode mit hohen Sicherheitsstandards und regelmäßigen Qualitätskontrollen." Bildgebende Verfahren wie die Computer- oder Magnetresonanztomografie ermöglichen eine exakte Ortung des Krankheitsherdes, so könnten Spezialisten die Strahlen zielgenau auf die betroffenen Stellen im Körper lenken. Umliegendes Gewebe bleibt weitgehend geschont