STECKBRIEF

AFB 19.07.2014

Berthold Maria Schenk Graf von Stauffenberg wird am 3. Juli 1934 in Bamberg als ältestes von insgesamt fünf Kindern seines Vaters Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seiner Mutter Nina Freiin von Lerchenfeld geboren. Zusammen mit seinen Brüdern Heimeran und Franz-Ludwig sowie seiner Schwester Valerie wächst Berthold auf dem Sitz der Stauffenbergs in Lautlingen sowie in Bamberg auf, der Heimatstadt der Mutter. Seine jüngste Schwester Konstanze von Schulthess-Rechberg wird erst nach dem Attentat 1945 geboren und lebt heute in Zürich. Sie hat 2008 eine Biographie über ihre Mutter Nina von Stauffenberg veröffentlicht.

Nach dem gescheiterten Attentat wird Berthold als knapp Zehnjähriger mit seinen drei Geschwistern in Sippenhaft genommen und von der schwangeren Mutter getrennt. Die Kinder werden ins Kinderheim Bad Sachsa gebracht und dort unter dem neuem Namen "Meister" isoliert. Nach der Befreiung 1945 wird er von einem Hauslehrer unterrichtet und besucht von 1947 bis 1953 das Internat Salem, wo er das Abitur macht. Nach einem Maschinenbaupraktikum und einem Handelskurs studiert er drei Semester Jura, was er abbricht. 1956 tritt er in die Bundeswehr ein und beginnt seine Offiziersausbildung in

Bremen. 1994 wird er als Generalmajor a.D. pensioniert und Mitglied der CDU.

1958 heiratet er Mechtild Gräfin von Bentzel-Sturmfeder-Horneck. Sie bekommen drei Söhne, die heute im Alter zwischen 50 und 55 Jahren sind. Das Paar lebt jetzt in

Oppenweiler nördlich von Stuttgart.

Der Film "Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat" mit Tom Cruise stößt zunächst bei Berthold Graf von Stauffenberg auf Ablehnung. Da es sich um keinen Dokumentarfilm, sondern um einen Spielfilm handle, habe er sich aber heute damit angefreundet.