STECKBRIEF

SWP 28.01.2012

Hanns-Josef Ortheil wird 1951 als fünfter Sohn seiner Eltern in Köln geboren. Vier Brüder sind vor seiner Geburt ums Leben gekommen, zwei von ihnen im Zweiten Weltkrieg, zwei in der Nachkriegszeit. Seit dem fünften Lebensjahr erhält Ortheil Klavierunterricht und will seither Pianist werden. Eine Krankheit zwingt ihn zur Aufgabe dieses Lebenstraums.

Nach seinem Abitur geht er längere Zeit nach Rom und studiert schließlich Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Komparatistik in Mainz, Paris und Göttingen. Er promoviert 1976 mit einer literaturwissenschaftlichen Arbeit an der Universität Mainz und ist dann viele Jahre Assistent an der dortigen Universität. Seit 1979 veröffentlicht er viele Romane, Erzählungen und Essaybücher. Daneben schreibt er auch Dramen, Libretti und mehrere Drehbücher. 1990 überträgt man ihm die Dozentur für Kreatives Schreiben und Gegenwartsliteratur an der Universität Hildesheim. 2003 erhält er dort eine Professur für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus und ist jetzt Direktor des Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft. Zuletzt erschienen ist von ihm der große autobiografische Roman "Die Erfindung des Lebens" und der Roman "Liebesnähe".