Göppingen Stauferstele feierlich enthüllt

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Bildhauer Markus Wolf, Ulrich Weiß und OB Guido Till (v.l.) enthüllen die neue Stauferstele. Foto: Giacinto Carlucci
Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Bildhauer Markus Wolf, Ulrich Weiß und OB Guido Till (v.l.) enthüllen die neue Stauferstele. Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / CHRISTINE BÖHM 16.06.2012
Eine Stauferstele wurde gestern in der Göppinger Paradiesgasse eingeweiht. Auch eine Delegation aus Klosterneuburg war bei der Enthüllung dabei.

"Kaiser Barbarossa ist ertrunken. Genauso ertrinken wir heutzutage oft im Medienstrom", sagte der Klosterneuburger Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager gestern. Zur Eröffnung der neuen Stauferstele in Göppingen kam der Rathaus-Chef der Partnerstadt mit einer Delegation. Denkmäler seien "wahre Anker" in der heutigen Zeit, in der wir auf der Suche nach Halt seien.

Die neue Stauferstele steht in der Paradiesgasse. Göppingens Oberbürgermeister Guido Till, Bildhauer Markus Wolf, Ulrich Weiß und Bürgermeister Schmuckenschlager enthüllten das Denkmal gemeinsam. "Das Wochenende steht ganz im Zeichen der Geschichte, des Erinnerns und Feierns", sagte Till. Beim Maientags-Umzug durch die Stadt werde jedes Jahr an die glanzvolle Herrschaft der Staufer erinnert.

Das Komitee der Stauferfreunde baut seit Jahren ein Netzwerk zwischen mehreren Ländern auf. Die Steinstelen kennzeichnen Orte in ganz Europa, an denen die Staufer gewirkt haben. Neben der Oberhofenkirche sei der richtige Platz für das Denkmal. Das Gotteshaus war zur Zeit der Staufer die Göppinger Pfarrkirche, erinnerte Till. Die Gasse selbst stelle die Verbindung zwischen Kirche und Stadt dar.

Die Göppinger Familie Weiß übergab der Stadt im vergangenen Jahr eine Spende. Bildhauer Markus Wolf fertigte die achteckige Stele in seiner Stuttgarter Werkstatt. "Ein goldenes Band ziert das Denkmal, es symbolisiert die achteckige Kaiserkrone", sagte Walter Ziegler als Sprecher der Stauferfreunde. Er hofft, dass die Bürger sich die Stele anschauen und sich an die Geschichte der Stadt erinnern.

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