Jubiläum Staufer: Gesellschaft wird 50

Kennzeichen der Gesellschaft: der Adler auf der Goldmünze Kaiser Friedrichs II.
Kennzeichen der Gesellschaft: der Adler auf der Goldmünze Kaiser Friedrichs II. © Foto: Verein
Göppingen / SWP 28.06.2018

Im Jahr 1968, zum 700. Todestag des letzten Staufers Konradin, wurde im Göppinger Stadtmuseum im Storchen die „Gesellschaft der Freunde staufischer Geschichte“ gegründet. 1984 nahm die historische Vereinigung den Status eines eingetragenen Vereins an und änderte ihren Namen in Gesellschaft für staufische Geschichte.

Der 50. Geburtstag biete Anlass für einen Rückblick auf die Vereinsaktivitäten und für einen Blick auf den Umgang mit dem Mittelalter heute, sagt Dr. Karl-Heinz Rueß, Geschäftsführer der Gesellschaft. Dazu veranstaltet die historische Vereinigung am Samstag, 30. Juni, in der Stiftskirche Faurndau eine öffentliche Festveranstaltung. Im Mittelpunkt steht der Vortrag des Freiburger Historikers Professor Thomas Buck. Thema: „Das Mittelalter zwischen Vorstellung und Wirklichkeit“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Den Abschluss bildet ein Empfang im Alten Farrenstall.

Die Gesellschaft für staufische Geschichte zählt heute rund 600 Mitglieder, die in ganz Deutschland zuhause sind. Ihr Präsident ist der Mittelalterhistoriker und Barbarossa-Biograf Professor Knut Görich, Lehrstuhlinhaber an der Universität München. Die Vereinigung sieht ihre Aufgabe in der Förderung der Erforschung, der Verbreitung und der Vermittlung des Wissens über Herkunft, Herrschaft, Zeit und Nachleben der Staufer sowie deren europäische Bedeutung. Dazu veranstaltet sie Vortragsabende, organisiert jährlich eine Mittelalter-Tagung in Göppingen – abwechselnd das Symposium „StauferGestalten“ und die Göppinger Staufertage – und gibt eine Buchreihe heraus. Passend zum Gründungsdatum wird beim Festakt der 37. Band der Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst vorgestellt. Er handelt vom Staufer Konradin und ist posthum Manfred Akermann, dem kürzlich verstorbenen Geschäftsführer der Gesellschaft, gewidmet.

Die Staufergesellschaft kooperiert seit dem Jahr 2000 mit inhaltlich ähnlich ausgerichteten Vereinigungen in Italien, nämlich der Fondazione Federico II Hohenstaufen in Jesi sowie der Federico II in Palermo.

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