Kultur Staufer-Festspiele: Standortfrage zur Premiere

Göppingen / woz 07.09.2018

Heute hebt sich der Vorhang für Mozarts „Zauberflöte“ bei den Staufer-Festspielen. Bis zum 15. September stehen in der Göppinger Werfthalle neben den bewährten Solisten wie Publikumsliebling Jessica Eckhoff im Ensemble auch Gaststars wie Timo Riihonen als Sarastro, Tenor Maximilian Mayer als Tamino, die japanische Sopranistin Chisa Tanigaki als 1. Dame und die brasilianische Mezzosopranistin Sophia de Otero, als 2. Dame. Daneben zählen der Kinder- und Jugendchor, der Festspielchor, das Tanzensemble und die Württembergischen Symphoniker mehr als 200 Mitwirkende. Das Südwest-Fernsehen hat für heute um 19.30 Uhr einen Beitrag über die aktuelle Spielzeit der Staufer-Festspiele angekündigt.

Offen scheint, wie es mit der Spielstätte der Festspiele weiter geht. Darauf weist die Gemeinderats-Fraktion der Grünen in einer aktuellen Pressemitteilung hin. In ihren Augen sind die Staufer-Festspiele „untrennbar mit der Werfthalle verbunden“. Doch der Eigentümer hat die Halle an die zum amerikanischen John-Deere-Konzern gehörende Firma Kleemann verkauft.

„Die Begeisterung für die anstehende Premiere hat auch die Grünen in ihren Bann gezogen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Die Verbindung aus hochkarätiger Bühnenbesetzung und 200 auch aus Göppingen stammenden Mitwirkenden ist genau das, was unserem Kulturverständnis entspricht. So entsteht wahre Identität, die den Grünen wichtig ist“, so der Fraktionsvorsitzende Christoph Weber. Zur Identität mit dem Musikereignis gehöre aber auch die Verbindung der Festspiele mit der Stadt und der Werfthalle. „Nirgends sonst bekommen sie so eine große Bühne ohne Stützpfeiler und in so einer großen historischen Halle“.

Die Grünen sehen auch die  aktuellen Überlegungen der Stadtverwaltung kritisch, einen Messehallen-Neubau in Nachbarschaft zur Werfthalle im Stauferpark zu errichten, nachdem die ursprüngliche Zusage des Oberbürgermeisters, einen Ersatzstandort auf dem Boehringer-Areal zu schaffen, obsolet geworden sei. „Auch wenn die Werfthalle nicht im Besitz der Stadt Göppingen ist, muss die Stadt zu ihrem Wort stehen, dass die Staufer-Festspiele hier in Göppingen und aus Sicht der Grünen in der Werfthalle bleiben können“, schreiben die Grünen. „Für eine Abstellhalle für große Maschinen ist die Werfthalle doch viel zu schade“, so die Grünen-Stadträtin Elke Caesar.

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