Digitalisierung Stadt plant virtuelles Bürgerbüro

Eine Baugenehmigung soll in Göppingen bald digital möglich sein.
Eine Baugenehmigung soll in Göppingen bald digital möglich sein. © Foto: dpa
Göppingen / Peter Buyer 14.02.2018

Die Digitalisierung schreitet voran und macht auch vor den Kommunen nicht halt. Ganz vorne mit dabei sein will die Göppinger Stadtverwaltung. Mit dem Projekt einer Dienstplattform virtuelles Bürgerbüro Bauen nimmt sie am landesweiten Ideenwettbewerb Zukunftskommune teil. Unter Federführung des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration will das Land mit diesem Wettbewerb die Digitalisierung auf kommunaler Ebene vorantreiben. Fördergeld von insgesamt 7,6 Millionen Euro winkt den digitalen Modellvorhaben, die sich an den „Bedürfnissen der Bürger und der lokalen Wirtschaft orientieren“.

Die Göppinger Idee: Mit dem geplanten Umzug des Baudezernats vom Technischen Rathaus in das neue Verwaltungszentrum am Bahnhof kann auch der bürokratische Ablauf beispielsweise einer Baugenehmigung digital neu aufgestellt werden. „Man hat sich einen Prozess rausgegriffen, um ihn von Anfang bis zum Ende durchzuspielen“, sagt Andreas Haug aus der Informations- und Kommunikationsabteilung des Rathauses. Haug betreut das Projekt und hat es in der vergangenen Sitzung im Gemeinderat vorgestellt. Bauen habe eine zentrale Bedeutung für die Bürger.

Die Macher um Haug versprechen sich von dem Projekt einen Mehrwert für den Bürger, wenn es nach dem Wettbewerb als digitales Dienstleistungsangebot genutzt werden kann. „Das Modellprojekt kommt auch dem Selbstverständnis vieler Bürger entgegen, dass alles digital bearbeitbar ist“, sagt Haug. Mit dem virtuellen Bürgerbüro Bauen rechnet sich Göppingens Oberbürgermeister Guido Till gute Chancen aus, von der Jury prämiert zu werden, Fördergelder zu bekommen und vielleicht so etwas wie eine digitale Modellkommune für Baden-Württemberg zu werden. „Eine Riesenchance“, sagt Till.