Göppingen Stadt braucht schnell neue Kleinkindplätze

Eines von vier Vorhaben: Das leer stehende ehemalige Kinderhaus Domino in der Schillerstraße soll für die Kleinkindbetreuung reaktiviert werden. Foto: Carlucci
Eines von vier Vorhaben: Das leer stehende ehemalige Kinderhaus Domino in der Schillerstraße soll für die Kleinkindbetreuung reaktiviert werden. Foto: Carlucci
Göppingen / ARND WOLETZ 08.02.2012
Die Stadt Göppingen will bald weitere Plätze für Kleinkindbetreuung schaffen. Der Sozialausschuss hat zugestimmt, vier weitere Einrichtungen entsprechend auszustatten - und dafür auch einiges auszugeben.

Der Stadt Göppingen brennt die Vorgabe, jedem dritten Kleinkind einen Betreuungsplatz zu garantieren, mächtig auf den Nägeln. Derzeit fände etwa jedes fünfte Kind unter drei Jahren einen Platz. Die Verwaltung sei "wild entschlossen", die Quote von 35 Prozent bis Sommer 2013 zu schaffen, sagte Ulrich Drechsel, Leiter des Fachbereichs Schulen, Sport, Soziales, als er die Pläne im Ausschuss vorstellte. Die Stadträte gaben grünes Licht, um in vier Kindertagesstätten kurzfristig weitere 35 solcher Plätze zu schaffen. Das letzte Wort hat der Gemeinderat. Dann sollen die Gespräche mit beteiligten Schulen und Kirchen aufgenommen werden. In zwei Einrichtungen soll sofort gehandelt werden:

Das ehemalige Kinderhaus Domino in der Schillerstraße 12, das direkt neben der Schiller-Realschule liegt und seit dem Umzug des Kinderhauses leer steht, wird reaktiviert. Zehn Kinder sollen dort möglichst bald in Ganztagsbetreuung von 8 bis 16 Uhr betreut werden. Das Haus ist renovierungsbedürftig. "Die Restnutzungsdauer ist endlich", sagte Drechsel bedauernd.

Im Kinderhaus West werden etwa vier bis fünf Plätze der derzeitigen Schulkinderbetreuung in Plätze für Kinder ab zwei Jahren umgewandelt. Die Schulkinder-Betreuung soll in dem Kinderhaus auslaufen.

Weitere Umwandlungen werden von der Stadt weiterverfolgt: Im Kindergarten Brückenstraße, den derzeit vor allem Kinder mit Migrationshintergrund besuchen, wird in bereits vorhandenen Räumen eine weitere Kleinkindgruppe aufgebaut. Träger ist die evangelische Gesamtkirchengemeinde.

Die Schülerhortgruppe im Kinderhaus St. Nikolaus wird ab September zum Hort an der Grundschule im Stauferpark umgewandelt. Frei werdende Kapazitäten werden für eine weitere U3-Gruppe mit zehn Plätzen genutzt.

"Das sind schnelle Maßnahmen, um kurzfristig weitere Plätze für unter Dreijährige bereitzustellen", erklärte Ulrich Drechsel, als im Ausschuss Verwunderung über die unerwartete Dringlichkeit laut wurde. Im April werde dann wie gewohnt die Planung für das kommende Jahr vorgelegt.

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