Göppingen Stadt braucht neuen Baubürgermeister

Baubürgermeister Helmut Renftle hört im kommenden Jahr auf.
Baubürgermeister Helmut Renftle hört im kommenden Jahr auf. © Foto: Carlucci
Göppingen / Margit Haas 24.07.2018
Helmut Renftle, Leiter des Baudezernats, geht 2019 in den Ruhestand.

„In den vergangenen Jahren hat sich viel bewegt“, stellte Helmut Renftle vor dem Göppinger Gemeinderat fest. Der Baudezernent nannte beispielhaft den neuen Schlossplatz oder die Sanierung zahlreicher Schulen. Vieles wie die Baulandstrategie sei auf den Weg gebracht, Aufgaben der Zukunft seien die Sanierung des denkmalgeschützten Hohenstaufen-Gymnasiums oder der Bau der Hauptwache der Feuerwehr.

Gleichzeitig kündigte Renftle an, dass er nicht mehr für das Amt des Baubürgermeisters der Stadt kandidieren wird. Im kommenden April endet seine dann gut fünfjährige Amtszeit – dann wird er seinen 68. Geburtstag feiern. Diese Altersgrenze gilt für ihn als Baubürgermeister, als Erster Beigeordneter hätte er sie umgehen können. Doch der Gemeinderat hatte sich im November 2016 nach dem Weggang der früheren Sozialbürgermeisterin Gabriele Zull deutlich dafür ausgesprochen, die vakante Stelle wieder als Erster Beigeordneter auszuschreiben. Almut Cobet bekam schließlich diesen Posten, Helmut Renftle wurde der Weg zum Ersten Beigeordneten versperrt. Bereits jetzt diskutierte der Gemeinderat intensiv darüber, wie die Stelle künftig zugeschnitten sein soll. Auf Antrag der Freien Wähler Göppingen (FWG) wird es einen Wechsel in den Zuständigkeiten geben. Die Stadtwerke werden in den Verantwortungsbereich des Oberbürgermeisters wechseln. „Die derzeitige Zuordnung entspricht weder den tatsächlichen Arbeitsabläufen noch einer optimalen, reibungsverlustarmen Organisation“, so Wolfgang Berge (FWG). „Faktisch laufen seit Jahrzehnten die Steuerung und Koordination zwischen der Stadtverwaltung und den zuständigen Gremien über den Oberbürgermeister“, so Berge weiter. Dies bereits jetzt zu entscheiden sei notwendig „damit ein Nachfolger weiß um Kompetenzen, Zuständigkeiten und Verantwortung“.

Um geeignete Bewerber zu finden, wird die Stelle in lokalen und überregionalen Medien und im Internet ausgeschrieben werden. Nicht durchsetzen konnte sich Jan Tielesch (CDU). Er hatte beantragt, aus Kostengründen auf einen Personaldienstleister zu verzichten. Armin Roos (SPD) sprach sich wie die Mehrheit des Gremiums für so einen „Headhunter“ aus. „So erhalten wir weitere geeignete Bewerberinnen und Bewerber“, zeigte er sich überzeugt.

Die Stelle der oder des technischen Beigeordneten wird im Oktober ausgeschrieben. Interessentinnen und Interessenten haben dann Zeit bis zum 19. November, ihre Bewerbung einzureichen. Der Gemeinderat wird Anfang Februar die oder den neuen Beigeordneten wählen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel