d Spende fürs Hospiz hilft kranken Kindern

Peter Wahler übergab 5000 Euro an das Kinder- und Jugendhospiz in Faurndau.
Peter Wahler übergab 5000 Euro an das Kinder- und Jugendhospiz in Faurndau. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Maximilian Haller 13.04.2018

Über eine Spende von 5000 Euro freut sich das Kinder- und Jugendhospiz in Faurndau. Gesammelt wurde der Betrag von Peter Wahler aus Zell. Das Hospiz zu unterstützen, war für ihn eine bewusste Entscheidung.

Nach einem schweren Fahrrad­unfall im August vergangenen Jahres war Wahler über längere Zeit pflegebedürftig. Er sei dankbar, dass seine Verletzungen verheilt sind, „gleichzeitig habe ich mich aber auch gefragt, was wäre, wenn ich dauerhafte Pfege benötigen würde“, berichtet er. Daraus sei die Idee entstanden, an seinem 50. Geburtstag anstelle von Geschenken um Spenden für karitative Einrichtungen zu bitten. Insgesamt 10 000 Euro von rund 300 geladenen Gästen sind am Ende dabei zusammengekommen.

Der Betrag wird laut Wahler zwischen dem Kinderhospiz in Faurndau und der Holzwerkstatt der Arbeits- und Lebensgemeinschaft Bad Boll in Zell aufgeteilt. Karen Straubmüller und Christine Lamparter, Koordinatorinnen des Hospiz, sind von der überraschenden finanziellen Unterstützung begeistert. „Eine so hohe Summe durch eine private Veranstaltung zu sammeln, ist echt beachtlich“, findet Christine Lamparter. Das Geld solle nun für Schulungen der ehrenamtlichen Pflegekräfte verwendet werden.

Auch bei den Trauerangeboten des Hospiz seien sie komplett auf die Unterstützung privater Spende wie Peter Wahler angewiesen, erklärt Karen Straubmüller. Zu diesen Angeboten gehört die Einzelbegleitung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Elternteilen. Auch Wochenendausflüge für trauernde Jugendliche sowie Trauergruppen für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und zwölf Jahren werden vom Hospiz angeboten. Darüber hinaus gibt es eine Trauergruppe für verwitwete Mütter und Väter.

Für Peter Wahler war es wichtig, gerade solche Programme zu unterstützen. Es sei ihm ein Anliegen gewesen, eine regionale Stiftung nicht nur finanziell zu fördern, sondern auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit darauf zu lenken. Für das Hospiz ist dies sehr wichtig. „Familien sollen wissen, dass es uns gibt“, sagt Lamparter. Das Hospiz biete nicht nur Begleitung in der Lebensendphase an, sondern unterstütze die Menschen bereits ab der Diagnosestellung. Straubmüller betont: „In einem Kinderhospiz kann man auch wieder gesund werden.“