Nach einer engagierten und den Genossen Mut machenden Rede wählten am Dienstagabend im Märklinsaal der Göppinger Stadthalle alle 110 anwesenden stimmberechtigten SPD-Mitglieder die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens erneut zur Kandidatin im Wahlkreis Göppingen für die Wahl im kommenden Jahr.

 Baehrens umriss in ihrer Rede sämtliche Politikfelder und beschwor die Grundpfeiler der SPD: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Obwohl die Wirtschaft brumme und so viele Menschen in Arbeit seien wie selten zuvor, liege „ein Schleier von Ängsten und Sorgen sowie eine Infragestellung von Demokratie über dem Land“, sagte sie.  Dies nutzten rechte Populisten und diskreditierten eine verantwortungsvolle, zukunfts- und lösungsorientierte Arbeit. Der Verrohung und dem Pöbeln gelte es, „eine Offensive der Anständigkeit für Respekt und Solidarität“ entgegenzusetzen.

 Die 61-jährige Gesundheitspolitikerin zeigte dies am Beispiel von Flüchtlingen auf, ging jedoch auch auf das unter Sozialdemokraten umstrittene geplante Handelsabkommen mit Kanada ein. Baehrens hob zwei Weichenstellungen der Politik in der Pflege hervor, die auf sie zurückgingen. Die Zahlung von Tarifgehältern in der Pflege könne nicht mehr als unwirtschaftlich bezeichnet werden und im Krankenhausstrukturgesetz habe man einen Rechtsanspruch auf Kurzzeitpflege für Jüngere verankert. Die neue SPD-Landeschefin Leni Breymaier lobte die Präsenz und Akzeptanz von Heike Baehrens bei den Menschen, „wie wir sie nicht haben erwarten können“. Breymaier: „Sie muss die Mehrheit der Erststimmen bekommen und einen guten Listenplatz.“ Auch der  Geislinger Landtagsabgeordnete  Sascha Binder hob die Vorzüge der Bundestagsabgeordneten hervor: „Sie hört nicht nur zu, sie kümmert sich auch um die Menschen und deren Anliegen im Wahlkreis.“  afb