Die Weiterbildungsberatung der Arbeitsagentur Göppingen setze bundesweit Maßstäbe. Zu diesem Schluss kamen die SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast, Heike Baehrens und Martin Rosemann bei einem Besuch vor Ort. Sie interessierten sich für das Modellprojekt, das sich vorrangig an Arbeitslose und Arbeitssuchende mit Weiterbildungsbedarf richte, außerdem an Ratsuchende, ob erwerbstätig oder nicht, bei denen Weiterbildung ein drohendes Arbeitslosigkeitsrisiko reduzieren und eine nachhaltige Existenzsicherung herstellen kann. Diese Weiterbildungsberatung sei bundesweit einzigartig und werde derzeit in vier Agenturverbünden deutschlandweit erprobt. Ratsuchende können sich direkt an Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte wenden.

"Die Weiterbildungsberatung setzt an der persönliche Situation der Ratsuchenden an und leistet vielschichtige Beratung. Gerade zur Sicherung unseres Fachkräftebedarfs ist dieser individuelle Ansatz ein großer Gewinn. Insbesondere, weil die Bundesagentur für Arbeit das dafür notwendige Know-how hat und verfolgt. Das ist ein neuer Weg hin zu einer vorsorgenden Arbeitsmarktpolitik, die präventiv agiert", so Katja Mast, Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales, die Göppinger Bundestagsabgeordneten Heike Baehrens und Martin Rosemann, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Lebensbegleitendes Lernen und Weiterbildung gehörten heute einfach dazu - dabei seien Politik, die Arbeitsagentur und jeder Einzelne gleichermaßen gefordert.

Beeindruckt zeigten sich die drei SPD-Politiker von der Vielfalt der Beratung und den Lösungen. So erfahren die Bundestagsabgeordneten von einem Studienabbrecher, der nach einem begonnen Betriebswirtschaftslehre-Studium jetzt eine duale Ausbildung macht, von einer 53-jährigen Wirtschaftsingenieurin, die sich nach lang unterbrochener Erwerbstätigkeit zur Bilanzbuchhalterin weiterqualifiziert und einem fast 50-jährigen Hilfsarbeiter, der Fahrzeuginnenausstatter wird. Mit der neuen Qualifizierung bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Beteiligten in dauerhafte Beschäftigung kommen. "Das sind Erfolgsgeschichten, die unser Land braucht. Dieses Projekt muss eine Zukunft haben", stellen die Abgeordneten fest.