Kreis Göppingen SPD-Frauen: Statt Betreuungsgeld mehr Kita-Plätze

Kreis Göppingen / SWP 06.08.2012

Geld in den Ausbau von Kindertagesstätten zu stecken fordert der Kreisverband Göppingen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF). Dies sei wichtiger als die von der Bundesregierung geplante Einführung des Betreuungsgeldes, so eine Mitteilung. Die ASF hatte bei einem Treffen über die Kleinkindbetreuung und den ab 2013 bestehenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz diskutiert.

"Schon jetzt ist klar, dass die landesweit veranschlagte Versorgungsquote von 34 Prozent nicht zu schaffen ist. Die Kommunen haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht - auch im Landkreis Göppingen", kritisierte die ASF-Kreisvorsitzende Heide Kottmann. Um diese Versäumnisse zu verschleiern, sollten mit dem Betreuungsgeld Eltern dazu animiert werden, ihre Kinder zuhause zu betreuen. Dadurch würden Kinder von der so wichtigen frühkindlichen Bildung ferngehalten. "Gerade finanziell schwache Familien werden sich eher für das Betreuungsgeld entscheiden als für einen Kita-Platz zu bezahlen. Dabei wäre für diese Kinder eine qualifizierte Förderung besonders wichtig", betont Gudrun Igel-Mann. Überdies sei es Unsinn, wenn der Staat Geld für eine nicht in Anspruch genommene Leistung zahle, meinen die SPD-Frauen. Schließlich erhalte man auch keine Erstattung, wenn man zum Beispiel das städtische Hallenbad nicht nutze.

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