Baugebiet SPD-Fraktion übt Kritik am Dittlau-Büro

Faurndau / Arnd Woletz 01.09.2018

Das Vorgehen der Stadtverwaltung beim angepeilten Baugebiet Dittlau nahe Faurndau steht wieder in der Schusslinie. Neben der Bürgerinitiative „Schutzgemeinschaft Dittlau“ gehört im Gemeinderat vor allem die SPD-Fraktion zu den Gegnern. Jetzt entzündet sich die Kritik der Fraktion an der bevorstehenden Eröffnung eines „Bürgerbüros Dittlau“ im Faurndauer Bezirksamt. Die SPD im Gemeinderat sei über das Vorgehen „mehr als ­irritiert“, heißt es in einer Mitteilung der Sozialdemokraten. Denn die Ergebnisse der von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten zum Dittlau lägen noch nicht vor, ebenso wenig ein Beschluss über das weitere Vorgehen. Das Dittlau-Büro binde innerhalb eines politischen Prozesses Ressourcen bei Personal und Gebäuden, die Mandatsträger hätten deshalb darüber informiert werden müssen, findet die SPD-Fraktion.

Ins Visier nehmen die Sozialdemokraten auch erneut die Berechnungen des Wohnraumbedarfs in der Stadt. Die Verwaltung habe eine SPD-Anfrage erst nach monatelanger Bearbeitungszeit beantwortet. Zum Thema Bedarfszahlen gebe es aber nichts Neues. Die Fraktion fragt: „Kann man basierend auf Spekulationen so weitreichende Beschlüsse fassen, die die bereits hier lebenden Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Natur und Landwirtschaft negativ betreffen?“ Die SPD habe „größte Zweifel an der Rechtfertigung und am Vorgehen der Verwaltung“.

Das Bürgerbüro sei deshalb weniger als Ansprechpartner für die Bürger zu werten, „sondern eher zur Unterstützung der Durchsetzung dieses Verwaltungs-Lieblingsprojektes (besonders auch von OB Till) mit allen Mitteln“, so das Fazit der Sozialdemokraten.

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