Göppingen Sozialministerin Altpeter zu Besuch beim Waldeckhof

Zu Besuch auf dem Waldeckhof (v. l.): Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens, Sozialministerin Katrin Altpeter und SAB-Chefin Karin Woyta.
Zu Besuch auf dem Waldeckhof (v. l.): Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens, Sozialministerin Katrin Altpeter und SAB-Chefin Karin Woyta. © Foto: Staufenpress
Göppingen / ANNEROSE FISCHER-BUCHER 29.04.2015
Bei einer Besichtigung des Waldeckhofs in Jebenhausen informierte SAB-Geschäftsführerin Karin Woyta die Sozialministerin Katrin Altpeter über die Arbeit der SAB und über drastische Mittelkürzungen.

"Ich fühle mich zerrieben zwischen allen Fronten, sei es Bund, Land oder Kreis", sagte Geschäftsführerin Karin Woyta von der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung (SAB), "und unsre Leute sagen uns, ihr müsst für uns kämpfen, wer hilft uns denn sonst außer euch." Was Woyta große Sorgen macht und die trägt sie der Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, Katrin Altpeter, vor, ist die Kürzung der Eingliederungszuschüsse für Langzeitarbeitslose durch den Bund unter der damaligen Ministerin von der Leyen um fast 50 Prozent seit dem Jahr 2010 sowie die ausufernde Bürokratie.

Die Beschäftigungsgesellschaften, deren Ziel die Eingliederung von Arbeitslosen in den allgemeinen Arbeitsmarkt sei und die daraufhin alle mit dem gleichen Problem ums Überleben zu kämpfen hätten, hätten sich gewehrt, aber ohne Erfolg. Die SAB ist gemeinnützig und hat es sich zur Aufgabe gemacht, schwer vermittelbare Arbeitslose, jugendliche Arbeitslose und Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten in ein arbeitstherapeutisches Beschäftigungsverhältnis aufzunehmen, sie beruflich zu qualifizieren und sozialpädagogisch zu betreuen.

Die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens (SPD) sagte, dass sie sich dafür einsetze, dass die SAB eine Zukunft habe und Langzeitsarbeitslose eine Beschäftigungsperspektive bekämen. Das Treffen mit Ministerin Altpeter, an dem auch die stellvertretende Geschäftsführerin der SAB, Katrin Holzheu, und die kommissarische Kreisvorsitzende des VdK, Martina Heer, teilnahmen, war durch die Initiative der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) mit Dr. Heide Kottmann und durch die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AFA) zustande gekommen. Altpeter ließ sich die Einzelprojekte der SAB und die Arbeit des Waldeckhofs erklären.

Karin Altpeter hatte ein offenes Ohr für die Sorgen: "Man unterschätzt das, denn man arbeitet nicht nur, um Geld zu verdienen, sondern um einen Lebenssinn zu haben." Sie wies auf das Arbeitsmarktprogramm des Landes Baden-Württemberg hin, räumte aber auch ein, dass das Land keine Kompetenz für die Sozialplanung habe. Wichtig sei ihr "die soziale Inklusion bei Arbeit". Eine längerfristige Basisfinanzierung sei ein Punkt, über den man nachdenken müsse.

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