Zell u. A Sonne schlägt Wind

JS 26.03.2013

Auf Zeller Markung gibt es nur mäßiges Energiepotenzial. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie für 14 Kommunen im Kirchheimer Raum, an der sich Zell beteiligt hat. Erhebliche Bedeutung hat demnach nur die Solarkraft, die ungefähr ein Viertel des Energiebedarfs von Zell bringen könnte, wenn die Hälfte aller geeigneten Dachflächen mit Solarmodulen bestückt würde. Ein "kleines Potenzial" hätte noch die Biomasse mit sieben Prozent. Bürgermeister Werner Link hält es für möglich, dass das vielleicht für den einen oder anderen Landwirt interessant sei. Ein Windkraftpotenzial erkennt die Studie nicht - im Gegensatz zur Region Stuttgart, die westlich von Zell einen Standort untersucht wissen will.

Die unterschiedliche Beurteilung beruht darauf, dass die Studie ein Windaufkommen von 6,5 Metern pro Sekunde voraussetzt, die Region aber nur eines von etwas über fünf Metern. Tobias Schmid kritisierte diese "verschiedenen Parameter". Für den Schultes hat sich damit das Thema Windkraft in Zell "erst mal erledigt". Er glaube nicht, dass es in den nächsten fünf Jahren komme. Sein Fazit: Die Gemeinde müsse schauen, was sie für die Ausweitung der Fotovoltaik in der Gemeinde tun könne - und daneben vor allem das Energiesparen weiter forcieren. Korrigieren müssen die Zeller ihre Meinung, dass die Verbotszone für Windräder innerhalb von 15 Kilometern um die Radarstation Türkheim nur eine formale Sache ist. Kein Windrad liege in dieser Zone, hat Kurt Ulmer festgestellt. Möglich bliebe aber der Standort am Boßler, den der Verband Raum Bad Boll favorisiert. Dieser Standort liege knapp außerhalb.