Reaktionen Sonne lässt den Schweiß rinnen

Göppingen / Rolf Bayha 07.05.2018
Berglauf: Im Ziel strahlten begeisterte Läufer mit der Sonne um die Wette.

363 Einzelstarter und 350 Staffelläufer erreichten nach schweren 21,4 Kilometern über den Göppinger Hausberg das erlösende Ziel an der Werfthalle und wurden von den Zuschauern gefeiert. Nach dem Schmuddelwetter im letzten Jahr hatte es diesmal der Wettergott fast zu gut mit den Barbarossaläufern gemeint. 25 Grad zeigte das Thermometer, als der erste Staffelläufer, Claudio De Santis vom AST Süßen, schweißgebadet das Streckenende erreichte. Fast allen Akteuren sah man die Anstrengung an, doch nach ihrem Finish waren sie glücklich und strahlten mit der Sonne um die Wette.

Steffen Durner (M35) aus Gingen feierte sein Debüt vor der Werfthalle. Mit dem Aktivseminar des AST Süßen hatte er erst im letzten Jahr die Laufschuhe angezogen. „Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe“, freute er sich, „hinten raus wurde es wegen der Wärme schon ziemlich zäh, aber die super Landschaft habe ich genossen“.

Auch Ralf Blessing vom Team Labba war erstmals dabei. Der frühere Fußballspieler des ASV Eislingen kam über das Radfahren mit Alb-Extrem-Erfahrung zum Laufen. „Ich mag die vielen Leute auf der Strecke und hier im Ziel und bin froh, dass ich durch bin“, strahlte er und gab der Veranstaltung das Prädikat „super“. Nadja Schröder, Lehrerin an der Bodenfeld-Grundschule, war Schlussläuferin im lustigen Viererteam „Die Schnepfen äh Schnecken“ und freute sich mit ihren Begleitern über das gelungene Finish auf dem 42. Platz. „Das ist eine super Sache“ lobte die 40-Jährige das Rennen, „mir fiel nur das Warten am Wannenhof schwer“.

„Ein Wahnsinn, die vielen Zuschauer hier und an der Strecke“, lobte Tamara Borst die Zaungäste, die sie ins Ziel getrieben hatten. Mit dem dritten Platz bei den Frauen wurde sie für ihr beherztes Rennen belohnt. Die zweite Frau im Ziel, Annalena Hofele vom Hart-Hoddes-Ausdauer Running Team, war von ihrer Leistungsfähigkeit selbst am meisten überrascht. „Das war mein erster Halbmarathon und jetzt ich bin Zweite“, lachte sie glücklich und lobte ihren Trainingspartner Thomas Dannecker aus Rechberghausen. Im Oktober habe sie erst mit dem Laufen begonnen und bislang nur drei Trainingseinheiten in der Woche absolviert. „Jetzt hat mich aber der Ehrgeiz gepackt und ich werde mehr tun“, versprach die 20-jährige Studentin der Kindheitspädagogik mit breitem Lachen.

Nicht zufrieden mit sich war Vorjahressieger Jochen Müller von der Feuerwehr Jebenhausen. „Ich fand überhaupt nicht zu meinem Rennen und hatte einen schlechten Tag“, klagte er, nachdem er sich mit dem sechsten Rang begnügen musste. „Schon vor zwei Wochen hatte ich Knieprobleme und konnte nicht richtig trainieren“. Bis zur Spielburg sei es noch gut gegangen, doch dann sei es aus gewesen, meinte Jochen Müller.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel