Göppingen Sommerkonzert des HOGY

Mit viel Beifall honoriert: Das Sommerkonzert des Hohenstaufen-Gymnasium in der Göppinger Stadthalle. Foto: privat
Mit viel Beifall honoriert: Das Sommerkonzert des Hohenstaufen-Gymnasium in der Göppinger Stadthalle. Foto: privat
ANNEROSE FISCHER-BUCHER 07.08.2012
Big-Band, Sinfonieorchester, die Chöre, Theater-AG und Sportgruppe des Göppinger Hohenstaufen-Gymnasiums ließen im Großen Saal der Göppinger Stadthalle das Schuljahr ausklingen.

Unter der Gesamtleitung von Christian Römer und Peter Joas ließen Big-Band, Sinfonieorchester, Chor der Unter-und Mittelstufe, Theater-AG und Sportgruppe des Göppinger Hohenstaufen-Gymnasiums im Großen Saal der Göppinger Stadthalle das Schuljahr ausklingen. Das große Sinfonieorchester, bestehend aus den Orchestern des Hohenstaufen-Gymnasiums (Leitung Christian Römer) und des Freihof-Gymnasiums (Leitung Mathias Heger), spielte zu Beginn Friedrich Smetanas "Moldau" in einer Bearbeitung von Thomas Stapf. Die Liebe des Komponisten zu seiner böhmischen Heimat mit ihren sagenumwobenen Burgen, Liedern und Tänzen - ausgedrückt in einer musikalischen Reise entlang des Flusses - schimmerte im Musizieren besonders bei den Streichern in der Wiederholung des Moldau-Themas durch, die Dynamik war ausgefeilt und die Tempi waren klar strukturiert.

Die Big-Band (Leitung Peter Joas) setzte einen hübschen Akzent mit Musiktiteln der 60er Jahre in Arrangements wie "Hawaii Five", "Good times", "Wipe out" und "Cantaloupe Island", und das trotz Aderlass durch abgegangene Abiturienten. Aber auch die Neuen fügten sich bestens ins Ensemble und wurden vom Leiter einzeln vorgestellt. Höhepunkt war die wunderschöne Ballade "Song of Hayley" (Sax-Solo Max Hausmann) und bei "Wipe out" der Gag mit der Triangel.

"Coco-Superstar", Songs mit szenischen Überleitungen (Leitung Sylvia Knapp und Gerald Schelle), handelt von einem Idol und der daran anknüpfenden Frage, was bei einer Auswahl wohl gerecht und ob Wahrheit immer echt sei.

Highlight des Abends war jedoch ein Schattenspiel der Sport-AG (Leitung Nadine Häfner): Eine witzige Reise durch die Welt in einzelnen Szenen in spritzig-frecher Choreografie. Das schwarz-weiß Medium eröffnet ganz andere Einblicke in Tanz oder Akrobatik gerade durch seine Reduktion. Das Publikum konnte jeweils mitraten und erhielt auch gleich die Lösung per Projektion.

Die Mitglieder der AG stellten alles mit ihren Körpern dar: Eiffel-turm, Tower-Bridge, Freiheitsstatue, Brandenburger Tor, Mauerfall, eine Broadway-Szene, die drei Kaiserberge, Buchstaben, Macht-Ohnmacht: Ein höchst vergnüglicher Programmpunkt nicht nur für die Gäste aus St. Petersburg, die sich für den 20-jährigen Austausch bei Ursel und Walter Bader bedankten, sondern auch ein insgesamt gelungener Abend, der vom Publikum mit viel Beifall honoriert wurde.