Während die Feuerwehren im Nachbarkreis Esslingen eine weitgehend ruhige Silvesternacht erlebten, hatten die Feuerwehren im Kreis Göppingen alle Hände voll zu tun. Als „sehr arbeitsintensiv für das Ehrenamt und die Bearbeitung der Notrufe in der Integrierten Leitstelle“, beschrieb Kreisbrandmeister Dr. Michael Reick insbesondere die ersten zwei Stunden des neuen Jahres. Allein in dieser Zeit seien die Brandbekämpfer zu 14 Einsätzen ausgerückt. Bei einigen davon seien Personen insbesondere durch das Einatmen von Rauch verletzt worden. Ansonsten sei es bei moderaten Sachschäden geblieben. Während der ganzen Silvesternacht wurden mehr als 300 ehrenamtliche Einsatzkräfte alarmiert.

Rakete fliegt durch Loch in Scheune

Fünf von 20 Bränden stellten sich laut Feuerwehren als potenziell kritisch heraus. Der vielleicht größte Schaden von 3000 Euro entstand an der Schule in Süßen, wo ein Dach über dem Hof Feuer fing. Zuvor hatten Unbekannte einen Holzhaufen mit Böllern in Brand gesetzt, der auf das Dach übersprang. In Salach fing eine Hecke auf einer Länge von zehn Metern durch verirrte Raketen Feuer. Zu dem Brand rückten die Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen aus. In Donzdorf war eine Rakete durch ein Loch in einer Scheune geflogen und hatte darin gelagertes Heu in Brand gesteckt. In Ebersbach brannte ein Schuppen neben einer Schreinerei in der Fabrikstraße.

Feuerwehren wundern sich über manche Hilferufe

Nicht in allen Fällen war laut dem Kreisbrandmeister das Ausrücken der Feuerwehren unbedingt notwendig. Manchmal brannten nur kleine Mengen an Unrat oder Überreste von Feuerwerkskörpern auf der Straße. „Hier hätte auch manchmal ein Eimer Wasser zum Ablöschen gereicht“, stellte Michael Reick fest.