Der Landkreis Göppingen gehört landesweit zu den Bereichen, die am stärksten vom Hantavirus gefährdet sind. Das geht aus Daten des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg hervor.

Für 2019 seien im Kreis statistisch 46,4 Hantafieber-Fälle zu erwarten, heißt es. Bis zum Stichtag 15.5. waren bereits 12 Fälle gemeldet worden. Diese Werte sind neben Reutlingen mit die höchsten in ganz Baden-Württemberg. Für das Jahr 2019 wurden im Land bislang insgesamt 653 Hantavirus-Erkrankungen registriert, das sind zehnmal so viele wie im gesamten Vorjahr mit 65 Fällen. Für öffentliche Aufmerksamkeit haben insbesondere drei Fälle beim Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen gesorgt.

Verbreitung in Regionen mit Buchenwäldern

Die Dichte der Rötelmauspopulationen, die das Reservoir für Hantaviren bilden, ist erheblichen jährlichen Schwankungen unterworfen. In Baden-Württemberg sind die Hantaviren laut Landesgesundheitsamt weit verbreitet, insbesondere in Regionen mit hohem Anteil an Buchenwäldern.

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Göppingen

Hier finden Rötelmäuse, die Hantaviren über ihre Ausscheidungen übertragen, besonders gute Lebensbedingungen. Sie ernähren sich bevorzugt von Bucheckern. Gute Nahrungsbedingungen im Herbst 2018 hatten das Überwintern von Rötelmäusen begünstigt.