Chorgesang Seelenvoller Vortrag einer Klosterlegende

Beeindruckten die Besucher in der Martinus-Kirche mit russisch-orthodoxen Sakralmusik und russischen Volksweisen: die Maxim Kowalew Don Kosaken.  Foto: Staufenpress
Beeindruckten die Besucher in der Martinus-Kirche mit russisch-orthodoxen Sakralmusik und russischen Volksweisen: die Maxim Kowalew Don Kosaken. Foto: Staufenpress © Foto: Foto: Staufenpress
Donzdorf / Patricia Moser 13.01.2017

In der voll besetzten Martinus-Kirche sangen Maxim Kowalew Don Kosaken fast zwei Stunden lang schöne, berührende Volksweisen, Kosaken und Kirchenlieder. Der erste Teil des Programms widmete sich der russisch-orthodoxen Sakralmusik. Mit „Skinie“, einem alten Kirchenlied, wurde Gott gelobt und der Abend stimmungsvoll eröffnet. Mit tiefstem Bass beeindruckte der junge Sänger Dimitrij Belov, der auch mit charmantem Akzent die Moderation übernahm.

Mit sakralen Liedern aus ihrem großen Repertoire begeisterte das Septett die Zuhörer, darunter „Lobet den Namen des Herrn“, „Suliko“, ein Lied aus Georgien, „Ich bete an die Macht der Liebe“ und die „Abendglocken“. Einen Extra-Applaus verdienten sich die Don Kosaken durch ihren besonders seelenvollen Vortrag der „Klosterlegende“. Erzählend und theatralisch interpretiert, wurde das Lied optisch wie akustisch zum Erlebnis. Sergeij Malkin, ein junger Tenor, verstand sich bestens auf die Interpretation der feinen und sensiblen Töne. Dirigent und Tenor Viacheslav Yeromin leitete den Chor sicher und routiniert und gab auch selbst ein Solo zum Besten.

Nach einer kurzen Pause boten die sieben Sänger im zweiten Teil des Konzerts russische Volksweisen dar – rhythmisch, oft theatralisch und versehen mit einem Schuss Humor. Zum Auftakt gab es ein schwungvolles Kosakenlied, bei dem die Besucher schnell mitklatschten und schunkelten. Der russische Text wurde immer schneller und entwickelte sich zum wahren Zungenbrecher.

Weiter ging es mit dem Lied „Ein Kosak spaziert am Don“, das an den Fluss im weiten entfernten Russland führte. Hier durften Kopfbilder entstehen. Bei „Hinter dem Don“ kam der Spaß kam nicht zu kurz. Die gerade noch so ernsten Sänger zeigten ihre spitzbübische Seite, sehr zur Freude des Publikums. Höhepunkte waren die Vorträge von „Stenka Rasin“, einem alten Kosakenlied mit beeindruckendem Bass-Solo, und „Marusja“, einem Kosakenmarsch. Der Ohrwurm „Kalinka“ erhielt Standing Ovations. Freude dominierte am Ende eines Abends mit beeindruckendem Chorgesang. Patricia Moser