Wilma heißt der Hund, der in den nächsten zwölf Monaten testweise mit zur Schule darf. Die Verbandsversammlung Östlicher Schurwald sprach sich in seiner Sitzung am Mittwoch für Wilma als offiziellen Schulhund aus. Insgesamt sei die tiergestützte Pädagogik sowohl einstimmig von Elternbeirat als auch mit zwei Enthaltungen von den Lehrern an der Schurwaldschule befürwortet worden.

„Co-Pädagoge auf vier Pfoten“

Der 13 Monate alte Irish Setter sei ein „sehr lieber Hund“, erklärte die Verbandsvorsitzende Claudia Dörner. Im Verlauf des Testjahrs soll auch festgestellt werden, wie die Kinder auf das Tier reagieren – ob Ängste bestehen oder womöglich auch Allergien ausgelöst werden. Dann werde man entsprechend reagieren. Neben der Schulleitung habe sich auch der Hausmeister positiv zum Schulhund ausgesprochen, der Anja Bombien gehört. Sie ist Sozialpädagogin an der Schule und beruft sich bei dem Konzept auf die Psychologin Dr. Andrea Beetz und ihr Buch „Hunde im Schulalltag“. Danach werden Tiere als „Co-Pädagogen auf vier Pfoten“ eingesetzt“ und unterstützen dabei gemeinsam mit ihrem Eigentümer den pädagogischen Prozess.

Hilfe gegen Lernstörungen und Kommunikationsprobleme

Insbesondere bei Lernstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten, Konzentrationsschwächen, fehlender Motivation und zur Verbesserung nonverbaler Kommunikation könne ein Tier die Arbeit der Pädagogen unterstützen, heißt es dort

Inzwischen gebe es an die 1000 Hunde an deutschen Schulen, von denen durchweg positive Erfahrungen kämen. Wichtige pädagogische Ziele bei Einsatz eines Hundes seien die Verbesserung des sozialen Gefüges im Schulleben sowie die Verbesserung der sozialen Kompetenzen der Schüler, erklärte die Anja Bombien.

Kinder öffnen sich durch den Hund

Durch das Tier könnten Schüler sich beruhigen, Aufregung lege sich. Da ein Hund keine Vorurteile habe und Menschen nehme wie sie seien, gleichzeitig aber auch diverse Sinne anspreche, gelinge es dem Menschen auch, sich offener zu verhalten. „Oft ist der Hund eine Eintrittskarte“, sagte Anja Bombien. Den Kindern falle bei Problemen das Reden leichter, und sie fänden auch schneller Kontakt. Bisher habe sie Kinder hin und wieder mit zu einem Spaziergang mit Wilma mitgenommen und dabei positive Erfahrungen gesammelt.

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Gingen/Fils