Kreis Göppingen Schulamt widerspricht Arbeitskreis zur Gemeinschaftsschule

Kreis Göppingen / ARND WOLETZ 18.01.2013
Pamphlete eines ominösen Arbeitskreises gegen die Gemeinschaftsschule haben das Staatliche Schulamt Göppingen zu einer Klarstellung veranlasst.

Die Diskussion um die Gemeinschaftsschule wird mit harten Bandagen geführt. Was eine Gruppierung namens "Arbeitskreis Schule und Bildung" verbreitet, geht den Behörden aber zu weit. In einer Mitteilung an die Medien weist das Staatliche Schulamt Göppingen in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium auf "sachliche Fehler" und "einfach falsche, tendenziöse Kommentierungen" in einer aktuellen Mitteilung der Organisation hin. Eine der Behauptungen des Arbeitskreises: Lehrerverbände und Elterninitiativen hätten "eine breite Opposition" gegen die Gemeinschaftsschule aufgebaut. Das Schulamt berichtet hingegen von "sehr vielen positiven Einschätzungen von Eltern, Schulträgern und Lehrerkollegien an den sieben Starterschulen im Bereich des Staatlichen Schulamtes", das für die Landkreise Göppingen, Heidenheim und Ostalb zuständig ist. Weitere Gemeinden hätten Interesse am Einrichten einer Gemeinschaftsschulen bekundet.

Die Gemeinschaftsschule wird in den Veröffentlichungen der Organisation in Verbindung gebracht mit Begriffen wie "Antipädagogik" und "Ökonomismus". Als Anhaltspunkt dienen der Organisation dabei die "Kompetenzorientierung" und "Standards" der Bildungspläne. Das Schulamt weist darauf hin, dass diese Begriffe Kern-Elemente der baden-württembergischen Bildungspläne seit 2004 in allen Schularten sind und bundesweit gelten.

Völlig unzutreffend sei auch der vom Arbeitskreis vermittelte Eindruck, die Kinder würden nicht mehr nach dem Menschenbild des Grundgesetzes mit der Idee von Bildung als umfassender Menschenbildung unterrichtet.

Der Arbeitskreis trete als seriöse Bildungsorganisation auf. Die Hauptverantwortlichen der Mitteilung seien aber als Karl-Jürgen Müller und Ewald Wetekamp identifiziert worden, die immer noch dem Dunstkreis der in der Schweiz mittlerweile aufgelösten Psychosekte "Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis" zuzurechnen seien, so das Schulamt.

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