Göppingen / SWP  Uhr

Reise nach St. Petersburg

Die Russischschüler des Hohenstaufen-Gymnasiums hatten ihre Austauschreise nach St. Petersburg günstig gelegt: Mitte Mai entflohen sie der Göppinger Kälte, um ihre Partnerschüler vom Physikalisch-Mathematischen Lyzeum 239 zu besuchen. Und tatsächlich kamen sie nicht nur in die Zeit der "Weißen Nächte", in denen die Sonne kaum untergeht, sie konnten auch warmes Sommerwetter mit herrlichem Sonnenschein genießen, ehe sich der Himmel in den letzten drei Tagen ihres Aufenthalts eintrübte. Nicht eingetrübt hat sich dabei aber die allgemeine Stimmung, denn es gab so viel Interessantes zu sehen und zu erleben. Die Petersburger hatten ein umfangreiches Programm zusammengestellt und zeigten ihren Gästen Eremitage und Katharinenpalast, die Fontänen von Peterhof und die malerische Stadt Novgorod, die schon 700 Jahre vor der Gründung von Petersburg eine Handelsmetropole war. Sie grillten mit ihnen am Ostseestrand, luden sie ins Theater ein und gingen mit ihnen shoppen. Natürlich aber nahmen sie ihre Gäste auch mit in den Unterricht, denn es war die Zeit der wichtigen Jahres-Abschluss-Prüfungen, von denen viel abhängt für russische Schüler. Die Göppinger fanden auch die Unterrichtsstunden interessant, obwohl ihnen die Matheaufgaben an dieser spezialisierten Schule sehr schwierig erschienen. Spannend war das Schuljahres-Abschlussfest "Poslednij Svonok" mit Präsentationen, Szenen und Liedern. Die Schulabgänger bedankten sich so bei Lehrern, Eltern und Schule. Ehrengast bei dieser Veranstaltung war der Vizegouverneur von St. Petersburg. Voll mit bunten Eindrücken machten sich die HoGy-Schüler wieder auf den Heimweg. Ebenso wie die Anreise führte dieser sie über Moskau, so dass sie auch einen ersten Eindruck von dieser Metropole erhalten konnten. Außerdem lernten sie bei der nächtlichen Zugfahrt zwischen Moskau und St.Petersburg die Plazkartnye Vagony, die russischen Großraum-Schlafwagen, kennen und schätzen, ehe sie das Flugzeug bestiegen, das sie aus dem warmen Russland wieder ins eiskalte Schwabenland brachte.