Schaufenster der Geschichte

Ausstellungen mit immer neuen Themen locken Besucher an: Im Jahr 1999 war es "Von Wotan zu Christus - die Alamannen und das Kreuz". Foto: Archiv
Ausstellungen mit immer neuen Themen locken Besucher an: Im Jahr 1999 war es "Von Wotan zu Christus - die Alamannen und das Kreuz". Foto: Archiv
SWP 15.03.2012
Seit 20 Jahren besteht das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg und das soll am 17. und 18. März jeweils von 10 bis 18 Uhr mit Vorführungen, Vorträgen und Aktionen gefeiert werden.

Das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg (ALM) wurde am 14. März 1992 mit seiner mehr als 3000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche als Schaufenster der Archäologie eröffnet. Den imposanten Rahmen bildet der ehemalige Konventbau aus dem 18. Jahrhundert des Klosters Petershausen, dessen Wurzeln bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen.

Auf drei Stockwerken machen archäologische Funde, Modelle und Rekonstruktionen die Vergangenheit wieder lebendig. Im Mittelpunkt stehen Methoden und Ergebnisse der Landesarchäologie.

Im Erdgeschoss wird der Besucher anhand einer Grabungssituation in die archäologischen Methoden eingeführt. Im Anbau des Museums ist das älteste Schiff vom Bodensee, der vor Immenstaad aus dem Bodensee geborgene, über 600 Jahre alte Lastensegler zu bewundern. Dieses Beispiel alter Schiffsbautechnik ist eingebettet in eine Präsentation zur Schifffahrt in Baden-Württemberg vom Einbaum bis zum Dampfschiff. Durch Zeittore gelangt man im ersten Stock durch die Epochen der Vergangenheit. Der Bogen spannt sich von den steinzeitlichen Pfahlbauten bis hin zur neuzeitlichen Porzellanmanufaktur von Ludwigsburg. Auf alten Theaterstufen können Besucher römisches Stadtleben nachempfinden und einen der bedeutendsten "Schatzfunde" des Landes begutachten. Zu sehen sind auch Beigaben aus keltischen und alamannischen Gräbern und den mehr als 3500 Jahre alten Menhir aus Baden-Württemberg.

Das zweite Stockwerk ist der Mittelalterarchäologie gewidmet. Der neu gestaltete Konstanzraum gibt einen Überblick über die Geschichte der Stadt. Anhand moderner Medientechnik können die einzelnen Siedlungsepochen nachvollzogen werden.

Ergebnisse und Funde der Stadtarchäologie seit 1992, wie die sensationelle Entdeckung des spätrömischen Kastells, werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Info "20 Jahre ALM" heißt das Programm, mit dem am Wochenende in Konstanz gefeiert wird. Am Samstag, 17. März, dreht sich alles um die Steinzeit und die Römer, am Sonntag, 18. März, ist das große Keltenfest angesagt. Der Eintritt an beiden Tagen ist frei. Internet:

www.konstanz.alm-bw.de