Kreis Göppingen Schallschutz zeigt Wirkung

Die neuen Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie zeigen im Kreis Göppingen die gewünschte Wirkung: Anwohner berichten über eine große Reduzierung des Lärms durch die tagtäglich vorbeirauschenden Züge, wie beispielsweise diesen Güterzug bei Faurndau. Foto: Staufenpress
Die neuen Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie zeigen im Kreis Göppingen die gewünschte Wirkung: Anwohner berichten über eine große Reduzierung des Lärms durch die tagtäglich vorbeirauschenden Züge, wie beispielsweise diesen Güterzug bei Faurndau. Foto: Staufenpress
NADJA KIENLE 17.04.2012
Der Lärmschutz auf der Filstaltrasse der Bahn zeigt Wirkung. Dort, wo die Aluminiumwände bereits vollendet sind, können die Anwohner aufatmen. Die Ruhestörung durch vorbei brausende Züge ist vorbei.

Viele Anwohner entlang der Filstaltrasse der Bahn können endlich wieder Ruhe finden. Der Bau der Schallschutzwände aus Aluminium ist so gut wie abgeschlossen. 3000 Meter sind es in Göppingen und Faurndau, 560 Meter in Gingen, gut 800 Meter in Kuchen. In Kuchen sind die Aluwände grün, in Göppingen und Gingen grau. Dank dem Lärmschutz-Programm des Bundes, in das seit 1999 hunderte von Millionen Euro geflossen sind, ist die Ruhestörung durch vorbei brausende Züge für viele Bürger vorbei. Sechs Millionen Euro wurden in die Schallschlucker investiert. Dazu kam eine halbe Million Euro für neue Schallschutzfenster in 600 Wohnungen entlang der Bahnlinie. Noch dieses Jahr soll alles fertig sein. Dass der Lärmschutz Wirkung zeigt, bestätigen die Menschen, die in Faurndau direkt an der Bahn wohnen. Dort war im vergangenen Dezember mit der Errichtung von Lärmschutzwänden begonnen worden. "Diese sind bis auf kleinere Lücken am Bahnsteig Faurndau zwischenzeitlich auch soweit fertig", bestätigt die Deutsche Bahn. Derzeit wird in dem Göppinger Teilort der Bahnsteig mit seinen Zugängen umgebaut - sobald dies fertig ist, können auch dort die Lücken im Schallschutz geschlossen werden.

"Die Lärmschutzwände sehen zwar nicht schön aus, aber wir freuen uns trotzdem riesig darüber", erklärt Maria Schuppert. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Manfred Schuppert lebt sie bereits seit etlichen Jahren in der Filsstraße in Faurndau direkt neben dem Bahndamm. Vor dem Haus mache der Lärmschutz kolossal viel aus, berichtet sie. "Vorher waren Gespräche vor unserem Haus unmöglich, wenn ein Zug vorüberfuhr". Rein optisch gefällt ihr der Lärmschutz in seiner grauen Farbe allerdings nicht. Mit Bepflanzung oder in einer freundlicheren Farbe wäre dieser schöner gewesen, meint die langjährige Anwohnerin.

Dass eine Verzierung oder ein schöner Anstrich der Wand optisch ansprechender wäre, findet auch das Ehepaar Röhm, das ebenfalls in der Filsstraße lebt. "Im Erdgeschoss ist es auf jeden Fall seither um einiges ruhiger", berichtet Gisela Röhm. Im Obergeschoss wirke sich der Lärmschutz nicht ganz so stark aus, erzählt sie. Diese Wirkung zeigt sich ebenso im Bereich der Salamanderstraße: "Mit dem Lärm ist es mit den Schallschutzwände besser geworden", so Eric Leichtle. Der Unternehmer hätte es jedoch begrüßt, wenn die Wände wie in Uhingen oder Ebersbach mit einem schönen Anstrich versehen worden wären.

In Göppingen, Uhingen und Süßen ist der Lärmschutz fertiggestellt und in Ebersbach, Kuchen und Gingen weit fortgeschritten. In Geislingen wurde im April mit den Arbeiten begonnen und in Salach fällt im Sommer der Startschuss.