Schätze aus dem Land am Nil

Die Gruppenstatue des Ehepaares Pendua und Nefertari wurde 1905 in Deir el-Medineh gefunden. Fotos: Fondazione Museo delle Antichità Egizie di Torino
Die Gruppenstatue des Ehepaares Pendua und Nefertari wurde 1905 in Deir el-Medineh gefunden. Fotos: Fondazione Museo delle Antichità Egizie di Torino
SWP 01.03.2012
Ägyptens Kunstwerke und Reichtümer haben in vergangenen Jahrhunderten stets fasziniert - Laien ebenso wie Forscher. Ab 11. März ist in Speyer die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" zu sehen.

In diesem Jahr wird zum ersten Mal eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen altägyptischer Zeugnisse zu Gast in Speyer sein. Vom 11. März bis 2. September präsentiert das Historischen Museum der Pfalz Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin. In der Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" werden einzigartige Funde in großartigem Erhaltungszustand und eine große Anzahl von Skulpturen das Leben im Alten Ägypten facettenreich und informativ darstellen, heißt es von den für die Ausstellung Verantwortlichen.

Zu den herausragenden Objekten aus der Turiner Sammlung zähle beispielsweise die rund 3000 Jahre alte Statue des Pharaos Thutmosis I., der "spektakuläre Sarkophag des altägyptischen Schreibers Butehamun", in dessen Inneren das sogenannte Mundöffnungsritual den Weg des Verstorbenen ins Diesseits beschreibt. Ebenso der nahezu vollständig erhaltene Fundkomplex aus dem Grab des Minhotep, dessen kunstvolle Beigaben von den Arbeiten der altägyptischen Werkstätten in Assiut zeugten.

Das Ausstellungsprojekt im Historischen Museum der Pfalz entsteht in Kooperation mit den Ägyptologen der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, der Freien Universität Berlin und des Ägyptischen Museums in Turin. "Im Rahmen der Zusammenarbeit treten Ergebnisse der aktuellen Forschung und wertvolle Bestände des Museums aus früheren Grabungen erstmalig miteinander in einen Dialog", heißt es von seiten des Museums in Speyer.

Darüber hinaus gebe die Ausstellung Einblick in die vielfältige Geschichte der Ägyptologie mit großartigen Entdeckungen und kulturgeschichtlichen Erkenntnissen.

Zwischen 1799 und 1803 hatten französische Wissenschaftler während der napoleonischen Kriegsexpeditionen eine erste umfangreiche Bestandsaufnahme der ägyptischen Denkmäler geleistet. Die berühmteste Sammlung altägyptischer Zeugnisse kam im Jahr 1824 mit mehr als 5250 Exponaten, darunter 100 Statuen und 170 Papyri nach Turin. Seitdem ist der Bestand stetig gewachsen.

Info "Ägyptens Schätze entdecken" heißt es auch im Jungen Museum Speyer, in dem parallel zur Ausstellung eine Erlebnisschau für Kinder und Jugendliche angeboten wird. Internet: www.museum.speyer.de