Saurier-Entdecker war Kommilitone von Museumsleiter Hegele

SWP 07.08.2012

Die Welt ist klein: Der Entdecker des großen Sauriers von Heiningen, der Geologie-Student Gunter Gebhard, war ein Kommilitone von Anton Hegele. Sie waren im gleichen Semester und kannten sich. Gebhard sei ziemlich viel im Gelände draußen gewesen, erzählt Hegele, auf der Alb und im Ländle, während es die anderen mehr in die Alpen zog. Hegele selbst war 1975 nicht bei der Exkursion in Heiningen, bei der es um die geologischen Formationen und Aufschlüsse im Braunen Jura ging. Er war damals auch noch kein Göppinger, seine Heimat war der Ulmer Raum.

Im Studentenkreis hat man den Saurierfund nicht als Sensation gehandelt. Es war für die Studenten eine interessante Begebenheit, "einfach ein netter Zufallsfund", sagt Hegele.

Hegele weiß noch von einem anderen Saurierfund in Heiningen: Einen im Holzmadener Schiefer, also nicht im Braunjura, den ein Schüler entdeckt hat - und dies kurioserweise im Katzenbach.

Heiningen ist auch bekannt für eine andere fossile Besonderheit, betont Hegele: Für Ammoniten, Muscheln und Schnecken mit weiß-opalisierender Originalschale. Die gehen leicht verloren, erhalten sich aber in den Knollen des Opalinustons, den es in Heiningen gibt.

Der Braunjura-Saurier aus Zell ist beim Bau der Zeller Umgehungsstraßen in Richtung Aichelberg aufgetaucht, erinnert sich Altbürgermeister Gerhard Schwegler. Als man darauf stieß, hat man eine Luftaufnahme zur Abklärung gemacht.