Göppingen Sanierung des Storchen schreitet voran

Oberbürgermeister Guido Till, Architekt Dr. Hartmut Mayer und Museumsleiter Dr. Karl-Heinz Rueß (v. l.) bei der Besichtigung des Storchen.
Oberbürgermeister Guido Till, Architekt Dr. Hartmut Mayer und Museumsleiter Dr. Karl-Heinz Rueß (v. l.) bei der Besichtigung des Storchen. © Foto: Stadt
SWP 19.02.2014
"Das wird ganz großartig", zeigte sich der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till bei einem Besichtigungs-Termin mit dem Umbau des Städtischen Museums im Storchen mehr als zufrieden.

Ausdrücklich lobte OB Guido Till bei einem Besuch der Baustelle den einfühlsamen Umgang mit dem altehrwürdigen Gebäude des Storchen von Architekt Dr. Hartmut Mayer vom städtischen Referat Hochbau im Zusammenspiel mit Stadtarchivar und Museumsleiter Dr. Karl-Heinz Rueß. Das Städtische Museum wird seit August 2012 brandschutz- und elektrotechnisch saniert und mittels eines bis ins erste Dachgeschoss reichenden Fahrstuhls weitgehend barrierefrei erschlossen.

Mittlerweile sind die Bauarbeiten weit vorangeschritten: Der Fahrstuhl und die Tragelemente für das Sicherheitstreppenhaus sind montiert; die umlaufende, für Transparenz sorgende Verglasung wird in dieser Woche eingesetzt. Dabei handelt es sich um einen maßgefertigten Aufzug, der von einer Firma aus Rheinstetten bei Karlsruhe gebaut wurde - ein Standardlift hätte gar nicht gepasst. Die historischen Fenster im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss erhielten im Innern Vorfenster; die gewählten filigranen Stahlfenster heben sich auf Grund ihres modernen Materials von der historischen Bauweise ab und setzen eigene Akzente, ohne andererseits den Jahrhunderte alten Charme des Hauses zu zerstören. Auch die alten Böden kommen wieder zur Geltung. Im ersten Obergeschoss wurden zudem die abgehängten Decken, die unmittelbar über den Fenstern angeordnet waren, entfernt, so dass jetzt die ursprünglichen Proportionen der Räume wieder stimmig sind. Jetzt stehen die Maler bereit, um den Innenanstrich vorzunehmen.

Trotz mancher Überraschungen bewegt sich der Umbau noch im Kostenrahmen, erläuterte Architekt Dr. Hartmut Mayer; veranschlagt sind die Baukosten mit 1,84 Millionen Euro. Dazu kommen für die Neugestaltung der Ausstellungskonzeption gut 400.000 Euro. Im Sommer sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein. Ende des Jahres wird die Wiedereröffnung gefeiert. Der Storchen wurde 1536 als Liebensteinsches Stadtschloss errichtet und mehrmals umgebaut.