Genossenschaft Zentrale vom Bau- und Sparverein saniert

Die Zentrale der Genossenschaft wurde saniert.
Die Zentrale der Genossenschaft wurde saniert. © Foto: Margit Haas
Göppingen / MARGIT HAAS 07.01.2017

Der Kugelbau in Göppingens Norden ist das wohl bekannteste Gebäude des Göppinger Bau- und Sparvereins. Bei diesem denkmalgeschützten Bau können nicht alle energetischen Maßnahmen, die wünschenswert wären, umgesetzt werden. Denn seine charakteristische Fassade muss in jedem Fall erhalten bleiben. „Wir haben im Laufe der Jahre alle Fenster ausgetauscht und das Dach gedämmt“, erklärt Geschäftsführer Dietmar Berchtold. In den vergangenen Monaten wurde auch das Wohngebäude, in dem sich die Geschäftsstelle der Genossenschaft befindet, grundlegend saniert. Es erhielt eine Dachisolierung und die Fassade wurde wärmegedämmt. „Moderne Fenster gab es schon.“

Dabei ist der Bau- und Sparverein seinem Grundsatz, sowohl der Tradition verpflichtet, als auch der Moderne und Entwicklung aufgeschlossen zu sein, gerecht geworden. An der Ecke Ulrich-/Schillerstraße in Göppingen „ging es uns ebenfalls darum, den Charakter des Gebäudes zu erhalten. Es behält den Charme der fünfziger Jahre“. Dass dies nicht zu unvertretbaren Mehrkosten, sondern zu einem „verträglichen Mehraufwand“ geführt habe, sei nur im guten Zusammenspiel mit allen Handwerkern zu erreichen gewesen. „Wir arbeiten ausschließlich mit örtlichen Handwerkern zusammen“, bekräftigt Hans Brodbeck, ehrenamtlicher Vorstand in der Genossenschaft. Hier setze der Verein auf „schwäbische Bodenständigkeit“ und sei mit seinen langjährigen Geschäftspartnern immer gut gefahren. „Bei der energetischen Sanierung betrachten wir jedes Gebäude einzeln. Nur was Sinn und Verstand macht, wird umgesetzt“, betont Berchtold. Nur ein Teil der Investitionen werde anschließend auf die Mieter umgelegt.

Der Bau- und Sparverein Göppingen feiert 2017 sein 120-jähriges Bestehen. Er wurde im März 1897 als Genossenschaft gegründet, um „gesunde Wohnungen“ zu bauen, die an die „Mitglieder zu möglichst billigem Preise“ vermietet werden. Die Genossenschaft hat knapp tausend Mitglieder. Nur sie können eine der rund 500 Wohnungen bekommen. Derzeit hat Dietmar Berchtold „einen Ordner voll mit Anfragen“. Denn es gibt viel Interesse, aber wenig Wechsel. Dank ihrer Anteile an der Genossenschaft wohnen die Mieter „wie in ihrem Eigentum“, bekräftigt Berchtold. Überschüsse aus den Einlagen werden wieder investiert. „Wir arbeiten nicht gewinnorientiert“, unterstreicht Brodbeck. Margit Haas

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