Waldeckhof 20 Jahre SAB: „Stets absolut beeindruckend“

Auf dem Waldeckhof haben viele benachteiligte Menschen wieder Fuß gefasst. Die Arbeit mit Tieren tut ihnen gut. Beim runden Geburtstag der SAB stand auch ein Lamm im Mittelpunkt.
Auf dem Waldeckhof haben viele benachteiligte Menschen wieder Fuß gefasst. Die Arbeit mit Tieren tut ihnen gut. Beim runden Geburtstag der SAB stand auch ein Lamm im Mittelpunkt. © Foto: Staufenrpess
Jebenhausen / Luisa Wellert 14.05.2017
20 Jahre soziales Engagement für benachteiligte Menschen: Der runde Geburtstag der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung“ wurde am Sonntag in Jebenhausen gefeiert.

SAB könnte man als „Sinnstiftende Arbeit für Benachteiligte“ oder „Super aufgearbeitete Bikes“ übersetzen. So begann die Göppinger Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens ihre Rede. Sie hat recht, allerdings ist SAB die Abkürzung für die „Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung“. Diese feierte gestern auf dem Waldeckhof ihr 20-jähriges Bestehen.

Die gemeinnützige GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, schwervermittelbare oder langzeitarbeitslose Menschen mit psychischen oder körperlichen Schwierigkeiten in ein therapeutisches Beschäftigungsverhältnis aufzunehmen. Ziel ist, deren Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern.

Mit zwölf Sozialhilfeempfängern startete die Arbeit auf dem Waldeckhof im Januar 1997. Bis heute konnte 7000 Menschen Hilfe angeboten werden. Wie der Geislinger Dekan Martin Ehrler im Gottesdienst betonte, geht es der SAB darum zu akzeptieren, „dass es Menschen gibt, die eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit haben“. Und dennoch seien das keine „Menschen zweiter Klasse“. Jeder solle so viel arbeiten, wie er könne und dafür Lohn bekommen. Arbeit finden die Hilfesuchenden auf dem Waldeckhof vom Gartenbau über die Haus- und Hofwirtschaft bis zur Fahrradwerkstatt. Auch das Suppentöpfle und das Café am Kornhausplatz sind erfolgreiche Projekte.

Ministerialdirektor Elmar Steinbacher führte die Ehrengäste durchs Programm. Einige der Hauptbeteiligten der SAB sprachen Grußworte und Dank aus, erzählten aber auch von finanziellen Nöten und schwierigen Zeiten. Trotz einiger Probleme, wie Steinbacher betonte, überwögen nach 20 Jahren dann doch „Stolz und Dankbarkeit“.

Aufgelockert wurden die Reden durch ein Interview mit „Menschen der ersten Stunde“, bei dem die Hauptgründer der SAB zu Wort kommen und sich teils nostalgisch an die Anfänge erinnern.

Karin Woyta, der das Projekt als Hauptverantwortliche zu verdanken ist, erinnerte mit den Worten „ohne Moos nix los“ daran, dass die SAB mehr Unterstützung brauche und rief dazu auf, das soziale Klima nicht aufs Spiel zu setzen. Jedenfalls, so Baehrens, sei die SAB „stets absolut beeindruckend“. Das wurde auch beim Fest unter dem Motto „Vielfalt und Engagement“ gefeiert.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel