„Jeder will doch im Alter selbstbestimmt sein. Hier zu wohnen ist dafür die optimale Entscheidung“, meinte Matthias Bär, Vorstand der Wilhelmshilfe, zu dem Projekt des Betreuten Wohnens in Holzheim. Beim Richtfest konnte er bestätigen, dass die seniorengerechte Bauweise eine gute Möglichkeit biete, sich bis ins hohe Alter selbst zu versorgen. Er betonte, dass das Wohnhaus kein Pflegeheim sei. Bei Bedarf habe man jedoch die Möglichkeit, die ambulante Pflege in Anspruch zu nehmen, eine Hausnotrufversorgung sei vorhanden. „Die Wilhelmshilfe ist den Bewohnern ein kompetenter Partner. Wir arbeiten seit über 50 Jahren mit dem Konzept des betreuten Wohnens“, erklärt Bär.

Seit dem Baubeginn der Seniorenanlage Ende September habe sich viel getan. Der Rohbau ist fertig und das Richtfest wurde mit rund 60 Gästen gefeiert. Oberbürgermeister Guido Till war froh, dass während des Bauprozesses bisher alles gut lief. Obwohl es einige Kritiker gegeben habe, sprach er sich deutlich für das Projekt aus: „Eine solche Anlage ist sehr wichtig für den Stadtteil Holzheim. In Zeiten, in denen man nicht mehr alleine leben kann oder will, wird vernünftige und individuelle Betreuung garantiert.“ Außerdem biete der Stadtteil alles, was man zum Leben brauche.

Das Gelände, auf dem das Gebäude steht, ist ein Erbpachtgrundstück der Pfarreistiftung der Evangelischen Landeskirche Württemberg. Zuvor stand dort das evangelische Gemeindehaus. Im Rohbau entstehen nun 17 in sich abgeschlossene, geräumige und helle Eigentumswohnungen. Die Firma FWD Hausbau- und Grundstücks GmbH leitete den Bau. Zusätzlich gibt es einen Gemeinschaftsraum, der von Matthias Günther, einer der Geschäftsführer des Unternehmens, als „Ort der Begegnung“ beschrieben wird: „Zukünftige Bewohner können sich hier zusammenfinden. Aber auch gemeinsam mit Menschen von außen, zum Beispiel der Kirchengemeinde, können hier Veranstaltungen stattfinden.“ Über die große Nachfrage nach den Wohnungen freuen sich alle Beteiligten. „Schon zu Beginn vom Bau kamen erste Interessenten auf uns zu und erkundigten sich über eine Vermietung“, erinnert sich Günther. Doch nicht jede Wohnung wird vermietet, einige sollen von den Eigentümern genutzt werden. Alle Einheiten sind schon verkauft. Laut Günther soll der Bau spätestens zum Jahresende fertiggestellt werden, dann können die ersten Bewohner einziehen.