Ortsbild Richtfest beim Faurndauer Milchhäusle

Die erste Etappe ist geschafft: Beim Faurndauer Milchhäusle wurde jetzt Richtfest gefeiert. 
Die erste Etappe ist geschafft: Beim Faurndauer Milchhäusle wurde jetzt Richtfest gefeiert.  © Foto: Iris Ruoss
Faurndau / Iris Ruoss 01.12.2018

Das alte Milchhäusle, das zuletzt als Wohnhaus genutzt wurde und direkt an den Alten Farrenstall angebaut ist, wird wieder nutzbar gemacht und zwar für die Öffentlichkeit. Auf Betreiben der Initiative Alter Farrenstall hat die Stadt das Gebäude für 70 000 Euro gekauft, im Mai haben die Umbauarbeiten begonnen, jetzt wurde Richtfest gefeiert.

Der Alte Farrenstall, den die Initiative vor einigen Jahren in Erbpacht übernommen und saniert hat, hat sich längst als Veranstaltungszentrum etabliert. Kulturelle Veranstaltungen und sogar Hochzeitsfeste finden im 140 Personen Platz bietenden großen Veranstaltungsraum statt, selbst für das kommende Jahr gibt es kaum noch freie Termine. Ein Hindernis sind die sperrigen Möbel, für die es bisher keine Abstellflächen gibt. Der Farrenstall kann deshalb nur an Wochenenden genutzt werden. Mit dem Umbau des Milchhäusles soll sich das ändern. Außen praktisch fertig gestellt, geht es jetzt an den Innenumbau. Entkernt ist das alte Gebäude bereits, Verbindungstüren zum Alten Farrenstall sind eingebaut und sorgen für bequemen und im Erdgeschoss auch barrierefreien Zugang. „Rund 150 000 Euro werden insgesamt investiert“, sagt Werner Stepanek, Vorsitzender der Initiative. Das Milchhäusle soll als Lager für die Möblierung des Farrenstalls genutzt werden, sodass auch unter der Woche der Betrieb laufen kann.

Zusätzlich denkt die Initiative darüber nach, ein Café zu installieren. Mögliche Betreiber wären das DRK, die Johanniter oder die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsgesellschaft (SAB), denn: „Inklusion und Integration sind für uns wichtige Punkte“, so Stepanek. Die Gespräche laufen bereits.

Die Initiative hat gemeinsam mit der Stadt einen Förderantrag für das Förderprogramm „Nachbarschaftsgespräche“ gestellt, das Städten, Gemeinden und Landkreisen die Möglichkeit schaffen will, Nachbarschaftsgespräche anzubieten. Thematisch steht die nachhaltige Entwicklung von Stadtteilen, Quartieren und Ortschaften im Sinne eines kulturellen, sozialen, inklusiven und generationenübergreifenden Miteinanders im Vordergrund.

„Das Café im Milchhäusle soll eine Bereicherung für das gesamte Quartier werden“, sagt Stepanek. Für die Ortsmitte Faurndaus soll das Kulturzentrum Alter Farrenstall damit zum Kommunikationstreffpunkt werden und das an allen Wochentagen. Als weitere Nutzer kommen auch örtliche Vereine, Schulen oder Kirchen in Frage.

Noch ist es nicht ganz soweit, denn bis die neue Heizung, neue Sanitäranlagen und alle Umbauten fertig gestellt sind, wird noch mehr als ein Jahr ins Land gehen. Die bisherige Wohnung soll ein Multifunktionsraum werden, die zwei Räume im Dachgeschoss als Lager dienen und im Erdgeschoss das Café eröffnet werden. Der 140 Mitglieder zählende Verein hält dabei die Fäden fest in der Hand und engagiert sich auch ehrenamtlich bei den Umbauten.

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