Haben Sie erwartet, dass so viele Besucher zur Ausstellung "Große Freiheit - liebe.lust.leben" kommen?

NADJA MÜRTER: Obwohl wir uns das gewünscht haben, haben wir das nicht erwartet. Es freut uns riesig und wir sind sehr zufrieden, weil es für uns ein großer Aufwand war.

Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge sind nicht nur jüngere Menschen und Schulklassen, sondern auch Ältere in die Ausstellung gegangen. Wie kam das?

MÜRTER: Dass das Publikum so bunt durch alle Altersgruppen gemischt war, zeigt, dass es ein großes Bedürfnis gab, sich über dieses Thema zu informieren. Und dadurch, dass das Angebot so niederschwellig war, ist der Zugang für viele erleichtert gewesen. Ein Paar, beide über 70, hat beispielsweise gesagt: "Schade, dass es noch keine solche Ausstellung gab, als wir noch jung waren."

Ihre Mitarbeiter haben viel geleistet.

MÜRTER: Ja, einfach ein riesiges Lob für das außerordentlich große Engagement unserer beiden Beraterinnen von der Beratungsstelle für sexuell übertragbare Krankheiten, Sabine Melter und Barbara Neubert-Humburg. Aber auch das ganze Gesundheitsamt stand dahinter und hat mitgeholfen. Und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Göppingen und den anderen Mitarbeitern des Landratsamts hat ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen.