Geselligkeit Regnerische Gegenwart verhindert Zeitreise

Die Bartenbacher ließen sich das Feiern nicht vermiesen: Die Stimmung im Festzelt war gut.
Die Bartenbacher ließen sich das Feiern nicht vermiesen: Die Stimmung im Festzelt war gut. © Foto: Markus Munz
Bartenbach / Markus Munz 23.07.2018

Die „Zeitreise“ konnte nicht starten, zu nass und grau war die Gegenwart. In Bartenbach musste der Festumzug der Kindergärten, Schulen und Vereine am Samstag wegen Dauerregens abgesagt werden. Unter dem Motto „Zeitreise“ hätten am Nachmittag eigentlich Steinzeitmenschen, Indianer, Ägypter und Roboter durch den Ort ziehen sollen. Die vorbereiteten Kostüme mussten allerdings im Schrank bleiben, auch die einstudierten Vorführungen fielen dem Wetter zum Opfer.

„Hier wurde in der Vorbereitung wieder viel geleistet, das kann ich aus der Hauptprobe bestätigen“, bedauerte Walter Völkl, der Rektor der Meerbach-Grundschule. Dies sei das erste Mal in seinen 42 Jahren im Schuldienst, dass eine derartige Veranstaltung komplett ausfallen müsse. Einzig die traditionelle Spielstraße des Elternbeirats konnte gerettet werden. Die Stationen zum Mitmachen wurden unter das Vordach und in das Foyer der Grundschule verlegt. „Es ist sehr schade, dass wir eure Vorführungen nicht sehen werden“, wandte sich Almut Cobet an die Kinder. Die Erste Bürgermeisterin hielt ihre Ansprache im Festzelt statt auf der Festwiese. Sie unternahm darin auch eine kleine Zeitreise durch Bartenbach. Vor 200 Millionen Jahren war der Ort vom Jura-Meer überzogen. „Zeugnisse davon sind die vielen Versteinerungen, die wir in unserer Region finden können“, sagte Cobet. Ein Meilenstein sei das Jahr 1907 gewesen, damals habe die Elektrizität im Ort Einzug gehalten.

Bezirksamtsleiter Frank Muschalla hatte um 12.30 Uhr in Absprache mit der Schul- und Kindergartenleitung schweren Herzens den Festumzug absagen müssen, der um 13.30 Uhr hätte starten sollen. „Ich bin schon über zehn Jahre in Bartenbach, das habe ich in der Form auch noch nicht erlebt. Es ist schade für die Kinder, die viel Aufwand betrieben haben, aber bei dem Dauerregen hätte es keinen Sinn gemacht“, erklärte er. Das Feiern ließen sich die Bartenbacher aber trotzdem nicht vermiesen. Am Abend sorgten die „Saitenspringer“ im Festzelt für Stimmung. Der Sonntag begann um 10 Uhr mit einem ökumenischen Zeltgottesdienst zum Abschluss der Kinderbibelwoche. Die Schützengilde verknüpfte ihr Sommerfest mit dem Kinderfest und sorgte über das gesamte Wochenende für die Bewirtung. Am Nachmittag wurden die Sieger des Vereinsschießens geehrt.

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