"Es führt für beide Seiten in der Ukraine kein Weg an der Einhaltung der im September 2014 und im Februar 2015 im weißrussischen Minsk getroffenen Vereinbarungen vorbei. Diese 13 Punkte müssen eingehalten werden. Ansonsten wird es keine Lösung geben", sagte Erler laut einer Pressemitteilung. Durch das russische Engagement in Syrien erhielt das Thema des Abends eine noch größere Aktualität.

Zahlreiche Diskussionsbeiträge aus dem Publikum zeigten, dass viele Menschen die neuen Spannungen zwischen Ost und West umtreiben. Einen Tag vor den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit erinnerte Heike Baehrens daran, dass auch die Überwindung der Deutschen Teilung und des letzten Ost-West-Konflikts für viele unerreichbar erschien. Dennoch sei das Unmögliche durch viele kleine Schritte zur Entspannung und das Aufbegehren des Volkes in der früheren DDR möglich geworden. "Es ist der richtige Weg, sich beharrlich und mit diplomatischen Mitteln für Verständigung einzusetzen. Das gilt im Kleinen wie im Großen", so Baehrens.