Spektakuläre Abenteuerfilme mit jugendlichen Helden à la "Tribute von Panem" sind im Kino seit Jahren erfolgreich. Daran soll die Romanverfilmung von "Die Bestimmung" anknüpfen. Nachdem bereits der Auftaktfilm "Die Bestimmung - Divergent" mit Jungschauspielerin Shaileen Woodley und Kate Winslet als autoritärer Herrscherin weltweit fast 289 Millionen Dollar einspielte, folgt nun Teil zwei "Die Bestimmung - Insurgent".

Woodley hat in dem Science-Fiction-Thriller erneut einen großen Auftritt. In der beklemmenden Atmosphäre, die die Herrscherin Jeanine (Winslet) verbreitet, entwickelt sich ihre Figur Tris zur Rebellin: In einem System, das die Menschen in Kasten einteilt, wird die "Unbestimmte" ("divergent") zur Aufständischen ("insurgent"). Die Fortsetzung schließt dabei nahtlos an den ersten Teil an. Tris und ihr Freund Four (Theo James) sind auf der Flucht. Seit ihrem Angriff auf das autoritäre Kasten-Regime gelten sie als Gesetzlose und müssen sich verstecken. Doch auch im Wald vor den Toren der im Bürgerkrieg zerstörten Stadt Chicago sind Jeanines Häscher ihnen auf den Fersen.

Die beiden flüchten sich zu den Fraktionslosen, die in Armut am Rande der Gesellschaft leben, weil sie durchs Raster des Kastensystems gefallen sind. Weil aber Tris und Four zu den Unbestimmten gehören, die über Eigenschaften mehrerer Fraktionen verfügen, werden sie vom System als Bedrohung betrachtet und Jeanine verschärft ihre Jagd auf die Rebellen.

Der deutsche Regisseur Robert Schwentke setzt für die Irrfahrt der Figuren wie schon Neil Burger im ersten Teil auf die Computer-Architektur der Chicagoer Stadtruinen. In der dystopischen Landschaft der 3-D-Grafiken muss Tris halsbrecherische Situationen überstehen.

Besonders der inhaltliche Unterbau macht diesen Jugend-Stoff zu einem der besseren: Durch die Gesellschaftskritik am Kastensystem und an der Ausgrenzung Andersartiger bleibt die Geschichte nicht an der Oberfläche. In den Filmen ist das auch ein Verdienst von Kate Winslet in der Rolle der machthungrigen, skrupellosen Jeanine. Info USA 2014, 119 Min., FSK 12