Rat nutzt Etatberatung für Schelte an der großen Politik

SWP 17.02.2012

Die Etatberatung wurde im Bad Überkinger Gemeinderat auch dazu genutzt, um die Landes- und Kreispolitik zu kritisieren. Werner Straub missfiel das Vorhaben der grün-roten Landesregierung, alle vier Regierungspräsidenten durch "Parteifreunde" austauschen zu wollen. "Das kostet viel Geld, was anderswo eingespart wird. Das ist keine ehrliche Politik", schimpfte Straub. Ebenso verwundert hat ihn die Einrichtung eines eigenen Büros für Kreisentwicklung und Kommunikation im Landratsamt. Der Aufwand sei viel zu hoch, wenn man sehe, dass hier das Geld der Kommunen ausgegeben werde, sagte Werner Straub und verwies auf die gestiegene Kreisumlage, durch die allein Bad Überkingen heuer 1,3 Millionen Euro nach Göppingen zahlen muss.

Auch Bürgermeister Matthias Heim zeigte sich über die Erhöhung der Kreisumlage auf 39,9 Prozent enttäuscht. "Bei uns werden die Geschäfte auch nicht weniger. Aber wir können uns keinen solchen Mitarbeiterstab leisten." Das Landratsamt soll laut Heim statt in Personal mehr Geld in die Infrastruktur des Kreises stecken - "das kommt dann auch bei den Bürgern an."