Göppingen RANDNOTIZ: Eiszeit an der Handbremse

Im Winter lieber nicht die Handbremse anziehen, wenn der Wagen im Freien steht, sondern den ersten Gang einlegen.
Im Winter lieber nicht die Handbremse anziehen, wenn der Wagen im Freien steht, sondern den ersten Gang einlegen. © Foto: Symbolfoto
Göppingen / SAS 28.12.2017
Die Handbremse im Winter anzuziehen, ist keine gute Idee. Das musste Redakteurin Sandra Schröder selbst feststellen.

Völlig versalzen war vor Weihnachten nicht die Suppe, sondern das Auto. Ein Anblick, der den liebenden Ehemann schaudern ließ. Also fuhr er das verdreckte Vehikel am Morgen des heiligen Abend in die Waschstraße seines Vertrauens. In der Warteschlange ergaben sich angeregte Gespräche mit anderen Ehemännern über die noch ausstehenden Einkäufe. Stolz stellte er nach getaner Schlacht das weiße Ross wieder im heimischen Carport ab. Als dann am zweiten Weihnachtstag die Stunde schlug, in die Redaktion zu fahren und für die Leser die nächste Ausgabe der NWZ vorzubereiten, rächte sich die durchaus gut gemeinte Winter-Waschaktion. Der liebende Ehemann hatte die Handbremse angezogen. Und der war es am Fest der Liebe so bitterkalt gewesen, dass sie sich in ihrer Not fest an die Felge geklammert hatte und diese nicht mehr loslassen wollte. Der Wagen bewegte sich keinen Zentimeter, dafür machte er Kniebeugen. Es ging weder vor, noch zurück. Also musste das Auto des liebenden Ehemanns herhalten. Auch am Abend ließ sich die Verbindung einfach nicht lösen, das Auto saß buchstäblich fest wie angefroren. Doch für Felge und Handbremse war es am Ende wohl nur ein One-Night-Stand, sie ließen am Tag drauf wieder voneinander ab. Und für den Notfall liegt ab sofort neben Reserverad und Starterkabel auch noch ein Fön im Auto.

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