Göppingen Raiffeisenbank kann sich gut behaupten

Göppingen / SWP 29.07.2015
Eine der kleinsten Genossenschaftsbanken Deutschlands, die Raiffeisenbank Maitis, zieht trotz eines schwierigen Umfeldes eine positive Bilanz.

In den sehr schwierigen Zeiten des Finanzwesens konnte sich die Raiffeisenbank Maitis auch 2014 erneut am Markt gut behaupten. Die Genossenschaft zählte zum 30. Dezember vergangenen Jahres 672 Mitglieder, und die Bilanzsumme stieg um 6 Prozent auf 20,7 Millionen Euro. In den letzten fünf Jahren ist die Bilanzsumme insgesamt um 17,34 Prozent gestiegen. Das mit 6,5 Prozent überdurchschnittliche Wachstum der Kundenkredite im Jahre 2013 konnte nicht gehalten werden. Im Jahre 2014 erhöhten sich die Kundenkredite um 4,6 Prozent auf nunmehr 14,3 Millionen Euro. Der private Wohnungsbau war hierbei wieder die tragende Säule. Weiterleitungskredite über die L-Bank beziehungsweise die bundeseigene KfW-Bank sind auch deutlich, insgesamt um 568 000 Euro, gestiegen. Auch die Summe der Geldanlagen stieg um zwei Prozent auf 17,6 Millionen Euro. In den letzten fünf Jahren sind die Einlagen um 2 Millionen Euro oder 12,9 Prozent gestiegen. "Die geschäftliche Gesamtentwicklung ist ein Zeichen des großen Vertrauens" resümierte das Vorstandsmitglied Harald Reuter. "Es bleibt unser strategisches Ziel, zum Wohle unserer Kunden und Mitglieder, die Selbstständigkeit unserer kleinen Bank zu bewahren", betonten die beiden Vorstandsmitglieder Harald Reuter und Willy Strohmaier in Ihren Vorträgen. In den kommenden Jahren wird mit fallenden Betriebsergebnissen gerechnet. Der anhaltende Wettbewerbsdruck und die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank werde die Ertragssituation weiter belasten. Der Vorstand zeigte sich aber zuversichtlich auch in den Jahren 2015 und 2016 wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Die Vorstandsmitglieder betonten die größte Herausforderung für die geschäftliche Entwicklung der Zukunft: eine angemessene und der Geschäftsgröße sowie dem Geschäftsmodell angepasste Regulatorik. Die deutsche beziehungsweise europäische Bankenaufsicht sollte doch den kleinen Banken mit traditionellem, regionalem und einfachem Bankgeschäft deutliche Erleichterungen einräumen. "Bankenaufsicht mit Augenmaß ist der richtige Weg, um den kleinen Banken eine Chance zu bieten, am Markt bestehen zu können. Schließlich kommen die Risiken nicht von den besonders kleinen Regionalbanken", fasste Vorstand Reuter zusammen.

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