Kreis Göppingen Rätselserie zu Kulturdenkmalen

Welche Mühle suchen wir? Im Text sind viele Hinweise versteckt. Wer bei unserem Sommerrätsel mitmacht, kann das Buch "Lieblingsplätze Schwäbische Alb" aus dem Gmeiner-Verlag gewinnen. Foto: Giacinto Carlucci
Welche Mühle suchen wir? Im Text sind viele Hinweise versteckt. Wer bei unserem Sommerrätsel mitmacht, kann das Buch "Lieblingsplätze Schwäbische Alb" aus dem Gmeiner-Verlag gewinnen. Foto: Giacinto Carlucci
MARCUS ZECHA 07.08.2012
Der Landkreis Göppingen birgt Hunderte von Kulturdenkmalen - prunkvolle ebenso wie eher unscheinbare. In unserer Rätselsommerserie testen wir das Wissen unserer Leser. Für die richtige Lösung winkt ein Preis.

Die Mühle, deren Namen in der heutigen Ausgabe gesucht wird, liegt idyllisch in einem kleinen Tal an einem schönen Stausee. Sie ist bewirtschaftet, neben der Gaststube lockt im Sommer auch ein Biergarten.

Anno 700 als Burgmühle erbaut, war sie die Urzelle der Besiedlung in dieser Region. Durch bauliche Veränderungen im 11. Jahrhundert erhielt sie ihr heutiges Aussehen.

Bis ins 18. Jahrhundert lassen sich die Besitzer sicher zurückverfolgen, erst zu dieser Zeit beginnen nämlich die Archivaufzeichnungen der zugehörigen Gemeinde. Über das Schicksal der Mühle in früheren Jahren und ihre Entstehung kann man jedoch nur Vermutungen anstellen. Der Heimatforscher Karl Kirschmer schreibt von der "Burg Ebersberg", die vor etwa 1400 Jahren im sogenannten Schlössle, einem Waldgebiet, das sich einen Kilometer oberhalb der besagten Mühle befindet, gestanden haben soll. Die Herren dieser Burg sind vermutlich fränkisch gewesen und betrieben mit Sicherheit auch eine Burgmühle. Um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert erlebte das Kloster und mit ihr die zugehörige Mühle dann einen ungeahnten Aufschwung. Sie blieb lange in Klosterbesitz, bis im Jahr 1736 ein gewisser Michael Friz als Käufer in den Archiven der Gemeinde auftaucht.

1860 erwarb die Mühle dann schließlich ein Urahne des heutigen Besitzers. Die Mühle ist nun schon in der fünften Generation fest in Familienhand.