Faurndau Pump Track in Faurndau bereits im Bau

Die Kiesgrundlage für die Pump Track, eine Beton-Wellenbahn in  Faurndau, ist bereits fertig.
Die Kiesgrundlage für die Pump Track, eine Beton-Wellenbahn in Faurndau, ist bereits fertig. © Foto: Giacinto Carlucci
Faurndau / Arnd Woletz 02.03.2018
Die Göppinger Stadträte beraten über eine Freizeitanlage, die bereits halb fertig ist.

Die neue Pump Track am Ortsrand von Faurndau soll den nahe gelegenen Jugendtreff sowie den Bolzplatz ergänzen. Die von der FDP/FW beantragte asphaltierte Wellenbahn für Fahrräder und Skateboards wurde in Workshops mit Faurndauer Jugendlichen vorgeplant. Als Freizeiteinrichtung steht die Pump Track eigentlich auch für das reine Vergnügen. Doch beim Vorgehen der Göppinger Stadtverwaltung hörte zumindest für die Fraktion von Linken und Piraten (Lipi) der Spaß auf. Denn der „Beschlussantrag“ für den Bau der Bahn wurde am Donnerstag im Ausschuss für Umwelt und Technik behandelt, obwohl mit dem Bau längst begonnen wurde. Die Stadt hat mit dem Bauunternehmen Leonhard Weiss einen Sponsoring-Vertrag geschlossen, laut dem die Firma die Arbeitsleistung im Wert von 25 000 Euro beisteuert und im Gegenzug ein Banner aufhängen und mit dem Bau der Anlage werben darf. Die Stadt trägt die Kosten für Material und Maschinen im Wert von 50 000 Euro, erklärte Baubürgermeister Helmut Renftle.

Die ganz überwiegende Zahl der Stadträte freute sich über das neue Angebot und die Zusammenarbeit mit der Baufirma. Allerdings fand die Lipi-Fraktion in Person von Stadtrat Philipp Siemer, der Gemeinderat sei übergangen worden. Er wollte wissen, ob ein Ausschreibung vorgeschrieben wäre, forderte  Einsicht in den Sponsoringvertrag und kündigte an, seine Fraktion werde das Vorgehen prüfen und gegebenfalls dagegen vorgehen.

Der Baubürgermeister erklärte, dass es bei dem Tagesordnungspunkt um eine „reine Information“ der Lokalpolitiker gehe. Laut Gemeindeordnung fielen Sponsoringverträge bis 50 000 Euro in die Zuständigkeit des Oberbürgermeisters. Auch die Spielplätze würden von der Stadt in eigener Regie verwaltet. Die Stadt habe also nichts falsch gemacht. Das habe das Regierungspräsidium auf Anfrage der Lipi-Fraktion auch bestätigt, berichtete Renftle. Die Firma Weiss habe sich einen frühen Baubeginn gewünscht, weil die Azubis, die die Betonbahnen unter Anleitung gestalten, im April wieder in die Berufschule müssen, erklärte der Baubürgermeister. Siemer sagte, seine Fraktion sei nicht gegen die Bahn. Die Argumente des Baubügermeisters hätten ihn aber nicht überzeugt.