Ein ungewöhnliches Bild bot sich am Freitagmittag entlang der der Schulstraße. Dort wo Autofahrer sonst ihren Wagen an der Straße abstellen können, standen am „Park(ing) Day“ Campingstühle, Tische und eine Staffelei.

ADFC will die Flächen sinnvoller nutzen

Am jährlichen Aktionstag zur Reurbanisierung der Innenstädte wollte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zusammen mit dem ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf eine mögliche Umnutzung von Parkplätzen aufmerksam machen. Mit der Aktion sollte  den Menschen gezeigt werden, wie viel Platz parkende Autos in der Innenstadt brauchen und dass dieser sinnvoller genutzt werden könne.

„Wir versuchen, die Parkplätze umzuwidmen, damit die Menschen sehen, wie lebenswert die Stadt ohne Autos sein könnte“, erklärte Jutta Preiß-Aichele vom ADFC Göppingen. Sie wünscht sich, dass mehr für Fußgänger und Radfahrer in der Innenstadt getan wird: Grünflächen und mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder etwa.

„Kreatives Potenzial der Göppinger nutzen“

Unterstützt wurde die Aktion  von der Malerin Koki van Trotten. Die Berliner Künstlerin stellt im Rahmen des „Tags des Friedhofs“ an diesem Wochenende zwölf Gemälde in der Oberhofenkirche aus. Ihre Idee war es, die Parkbuchten zu einem „Open-Air-Atelier“ zu machen. „Wir können hier das kreative Potenzial der Göppinger nutzen“, sagte sie. Denn die konnten ihren Beitrag auf einer großen, weißen Leinwand einbringen, indem sie ihre Gedanken zum Aktionstag aufmalten und wiedergaben, wie sie sich eine gerechtere Raumverteilung vorstellen.

Wie das Kunstwerk am Ende aussieht, war anfangs noch offen. Fest stand jedoch nach dem ersten Griff zum Pinsel durch einen Radler, dass er findet, in Göppingen lebe man auf dem Fahrrad gefährlich.